Indien; Das Volk von Hampi

Selten fand ich so eine Bereitschaft sich fotografieren zu lassen wie in Hampi. Manchmal wurde ich geradezu bestürmt und um Fotos gebeten, die dann unter Gelächter auf dem Kameradisplay bewundert wurden. Einige konnten mir E-Mailadressen angeben, denen ich ihre Fotos zusenden kann. Für andere druckte ich einige Bilder grad vor Ort aus und brachte sie vorbei. Mit glänzenden Augen nahmen sie den Auszug in die Hand und trugen es in der Nachbarschaft herum. Kann es ein grösseres Lob für einen Fotografen geben als diese Freude zu erleben?
Ein junger Blondschopf, den ich über „vibes“ und andere herzlich esoterische Phrasen reden hörte, um einer bildhübschen Yogalehrerin zu beindrucken, schleppt eine Profikamera herum. Im Restaurant meine Mahlzeit kauend, erlebe ich wie er die Belegschaft herum dirigiert um einzelne Portraits und Gruppenfotos zu machen. Als ich ihm den Tipp geben will wo man gut und günstig Ausdrucke erstellen kann, um den Leuten was zurück zu geben, beginnt er mit Ausflüchten. Die angegebenen Hindernisse wären zu überwinden, doch er verheddert sich in weiteren Ausreden. Leider bringt er sich dabei nicht nur um einige Karmapunkte, sondern verpasst auch, was wirklich schade ist, die glänzenden Augen der Beschenkten.

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