BEST OF GREECE 2021 (2/3)

More photos from my motorbike trip to Greece last summer.

Just pictures, no comments. Who wants to know more, don’t hesitate to send a message.

Best Of Greece 2021 (1/3)

Greece, rich on cultural heritage, legends and history. But there are also beautiful landscape with winding backroads leading to amazing spots. Just wonderful places for motorbiking too.

I spare you my boring stories from abroad, but show you some photo impressions from on-my-ways….

Islands of Malta & Gozo Photo Impressions

Just another #throwback from 2019. I spent two weeks on the beautiful islands of Malta and Gozo and was stunned about landscape and surprised with the hospitality of the people. Another destination i priomised myself to go back!

Incwala – Die Königszeremonie in Eswatini

Ein Schritt nach links, ein Schritt nach rechts, und jeder vierte wird gestampft, begleitet mit „shh-shh“-Geräusche. Die meisten Krieger gucken ernst nach vorne, doch als ich zögernd in ihre Reihe trete, machen sie bereitwillig Platz und erklären mir den simplen Ablauf der Schritte. Der junge Swazi rechts von mir will wisssen woher ich komme. Aus der Schweiz, antworte ich. „Ahh, Xhakaaa…„, grinst er mich an. Erstaunt nehme ich war, dass er deutlich mehr über diesen Schweizer Fussballer weiss, denn ich selber. Ein älterer Herr in der vorderen Reihe guckt ernst zurück und wir konzentrieren uns wieder auf die monotonen Tanzschritte.

Ich befinde mitten in der Incwala, einer der heiligsten und grössten Zeremonie des Königreich Eswatini. Der Höhepunkt des mehrtägigen Festes findet im Innern eines grossen Kraals mit bestimmt 100 Meter Durchmesser und drei Meter hoher Zaun aus dicken Holzästen und Stämme statt. Auf der einen Seite reihen sich die Swazi Krieger in ihren traditionellen Kleider auf. Dazu gehört das mit Stolz um die Hüfte getragene Leopardenfell, aus Kuhschwänze fabrizierten Umhang, ein Schild aus Kuhleder, ein Kopfschmuck mit kostbaren, bunten Federn und dunkle Stöcke, die übern Kopf geschwungen werden.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Kraal stehen bunt gekleidete Frauen in Gruppen, ebenfalls tanzend und singend. Statt eines Stockes balancieren sie einen hellen Zweig in der Luft. Nach und nach betreten auch barbusige Frauen und Mädchen den Kraal, nur mit einem sehr kurzen Rock bekleidet, und tanzen auf die Männer zu und zurück.

Eigentlich ist es Ausländer nicht gestattet sich innerhalb diesen Kraals aufzuhalten. Und eigentlich wusste ich noch vor einigen Tage nicht mal über die Existenz dieser Zeremonie. Doch dann brachte mich Ellen, eine Reisefreundin, hier her und machte mich auch noch mit einigen Leuten bekannt. Neben dem Tourismus-Minister und einigen Presseleute, begegnen wir auch einem Piloten der königlichen Familie und dem königlichen Hoffotografen. Schnell lernen wir, dass es nicht nur im heiligen Innern des Kraals ein Fotoverbot herrscht, sondern auch nur diskret direkt vor dem Kraal Aufnahmen gemacht werden dürfen. Was wiederum kein Problem darstellte ist das Fotografieren auf dem Platz rundum, wo sich Frauen und Männer auf die Zeremonie vorbereiten oder auf ihren Einsatz warten.

Trotz generellem Verbot werden einige Ausländer in den Kraal zugelassen. Das geht aber nur mit einer Bewilligung. Auch einige akkreditierte Fotografen dürfen sich für eine kurze Zeit darin bewegen und Fotos machen. Der Hoffotograf bemühte sich für Ellen und mich um eine solche Bewilligung, was aber zeitlich zu kurzfristig war. Immerhin erreichte er, dass Ellen, auf der Frauenseite, und ich bei den Krieger, in den Kraal gelassen werden.

Es wird Zeit für den König von Eswantini, Mswati III, der in seiner ganzen Pracht und mit riesigem Schmuck die Szenerie betritt. Im Schlepptau seiner persönlichen Leibgarde, ebenfalls in traditionellem Kriegsgewand, schreitet er den Kraal ab, reiht, nur etwa 20 Meter von mir entfernt, sich bei seinen Krieger ein und stampft mit. Das geht über mehrere Stunden weiter, ohne dass sich wirklich grosse Variationen oder gar Aktionen erkennen liess. Dann, als sich die Kriegerschar in das Zentrum gestampft hatte, wurde ich höflich, aber bestimmt, gebeten, wie alle anderen Ausländer auch, den Kraal zu verlassen. Draussen fand ich Ellen, die ebenfalls aus ihrer Frauentanzgruppe ausgeschlossen wurde. Zusammen verlassen wir den königlich-heiligen Platz und nehmen eine reiche Erfahrung mehr mit. Und auch einige fotografische Impressionen…

Loyangalani

Das trockene, verstaubte Dorf hat ausser dem Turkanasee nicht wirklich was zu bieten. Nach Loyangalani reist man nicht um imposante Bauten zu sehen oder grosse, kulturelle Anlässe zu besuchen. Nicht einmal atemberaubende Landschaften bietet die karge Wüstenlandschaft. Nach Loyangalani fährt man nur hin, um einfach mal hier gewesen zu sein, der einsamen und „gefährlichen“ Wüstenroute getrotzt zu haben und sich selber als Abenteurer zu feiern.

Und wie immer, wenn sonst alle touristischen Highlights abgeklappert sind, oder eben gänzlich fehlen, rücken die Menschen in den Vordergrund. Es sind die Bewohner einer Stadt oder Gegend, die dem Ort die Seele geben und den Charakter formen. Erinnerungen an jeden Ort sind verknüpft mit den Begegnungen ihrer Bewohner. Werden wir gut und freundlich aufgenommen, so bleibt dieser Flecken Erde auch positiv in unserem Gedächtnis haften. Werden wir aber abgewiesen oder gar feindlich behandelt, dann kommt dieser bittere Geschmack immer wieder aufs neue hoch, wenn wir nur den Namen der Region hören.

Auf der anderen Seite müssen Bewohner auch die Besucher dulden. Fremde und fremdartige Menschen, die mal mehr, mal weniger Respekt vor der hiesigen Kultur und Sitte zeigen. Wortkarge Selfie-Abenteurer, verbissene Souvenirjäger oder respektlose Eindringlinge lassen die Scheu und Skepsis in der Bevölkerung wachsen. Dann aber auch wieder gutmütige Gäste, die Geschenke bringen, oder interessierte Investoren für Entwicklungs- oder Tourismusprojekte, die Hoffnung in abgelegene Dörfer bringen.

Auf einem Spaziergang durch einen Ort wie Loyangalani werden mir all diese Widersprüche bewusst. Misstrauen muss mit einem Lächeln begegnet, Ablehnung mit Respekt gekontert werden. Skepsis schwindet wenn man offenes Interesse zeigt und Neues lernt man durch echtes Zuhören. So erfahren Michael und ich viel aus dem Dorfleben hier, lernen wie eine Hütte gebaut und wie einfaches Werkzeug hergestellt wird. Die erst scheuen Menschen gewinnen Vertrauen, zeigen dann nicht ohne Stolz ihr Handwerk, die einfachen Hütten oder wie gut sie tanzen. Das Schönste aber ist immer, wenn man sich mit einem herzlichen Lachen verabschiedet und dem guten Gefühl wiederkommen zu wollen.

Loyangalani am Turkanasee

Heiss, trocken und staubig, das ist Loyangalani am Turkanasee. Ein Bad im See spendet zwar etwas Erfrischung, doch das Wüstenklima erfasst einem wieder sobald man am Ufer steht. Immerhin gibt es Quellen, in deren Nähe der Ort gegründet wurde. Auch unser Camp liegt an einer dieser kleinen Quellen. Das Wasser reicht aus um einige Schatten spendende Palmen hervorzubringen. Es lockt aber auch immer mehr Leute heran, die der kargen Landschaft nichts mehr abtrotzen können und in unsäglicher Armut leben. So wächst Loyangalani und droht die wenigen Ressourcen mit zu vielen Menschen teilen zu müssen.

Trotz Mittagshitze schlendern Michael und ich durch die staubigen Strassen. Hie und da kommen wir in ein Gespräch, machen Fotos und versuchen mehr über das Leben hier zu erfahren. Eine italienische Nonne erzählt uns über das ärmliche Leben hier, über die vielen Kinder, die trotz örtlicher Schule kaum Zukunftsperspektiven haben. So vertrauen sie alle, dass eine göttliche Fügung die ersehnte Wendung in diese Wüstengegend bringt. Bis diese aber kommt sinnieren Michael und ich über die sinnvolle Nutzung der Quellen. Unsere europäische Denkweise stört sich an Verschwendung des Wassers, das oft ineffizient genutzt wird und irgendwo über die Strasse läuft, um dort im sandigen Graben zu versickern.

Touristen gibt es in dieser abgelegenen Region weniger. Einige verirren sich trotzdem dahin. Nicht zuletzt wegen Wolfgang, der hier vor etwa 40 Jahren als erster ein Resort aufgebaut hat. Aus dem Geschäft hat er sich zurückgezogen, hiess es. Eine Legende ist er geblieben. Michael, mein Reisebegleiter, und ich fanden Wolfgang bei einem Bier in einer Bar. Mit einer Kippe in der Hand starrt er in den Fernseher über der Bar. Das Fussballspiel interessiert ihn offensichtlich mehr als wir Neuankömmlinge. Mein redseliger Reisegefährte löchert ihn mit Fragen und erzählt ihm von seinem Leben und Plänen als Missionar in Kenia. Wolfgang zeichnet ein müdes Lächeln auf sein eingefallenes, tief gefurchtes Gesicht. Ihn interessiert es nicht, denke ich für mich. Er sieht aus wie ein Mensch der mit dem Leben abgeschlossen hat. Die Geschichten anderer berühren ihn nicht mehr, und die eigene Geschichte ist abgelebt. Sein hagerer Körper fragt nur noch nach etwas Maisbrei mit Fleischstückchen, einem Bier und Zigaretten. Der müde Geist gibt sich mit dem Fernsehprogramm in der Bar zufrieden, und vielleicht flackern einige erinnerungswürdige Momente vor seinem inneren Auge auf.

Back in Africa!

Als Wiedereinstig in Ostafrika bekam ich die Gelegenheit ein Event für Touranbieter in Arusha/Tansania zu besuchen und zu fotografieren. Im Vorfeld war das Management des ‚Culture Art Centre‘ optimistisch, dass die meisten der 120 angeschriebenen Safariunternehmer der Einladung folgen werden. Dementsprechend wurde auch das reichhaltige Catering vorbereitet. Während die Fleischspiesse auf dem Grill brutzelten und die Musiker ihre Trommel am Feuer aufwärmten, machte ich einen Rundgang. Das Dach der Haupthalle mit der grossen Bühne wurde einem Masai-Schild nachempfunden, erklärte mir der Manager. Das Gebäude daneben beinhaltet neben Büroräumen auch eine Ausstellungshalle und Souvenirshop und gleicht einer riesigen Trommel. Versteckt im Busch steht ein kleines Dorf mit Lehm-/Strohhütten, die ein Teil eines entstehenden Freilichtmuseums bilden.

Die ersten Tour Operators fanden sich ein. Viel mehr wurden es auch nicht mehr. Trotzdem wurde das Programm durchgezogen. Nach einer kurzen Begrüssung begann der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung. Eine gut geschulte, professionelle Tanz- und Musikgruppe marschierte auf die Bühne. Tänze und Musik aus verschiedenen Regionen Tansanias wurden vorgeführt. Unter anderem die berühmten Luftsprünge der Masai, Trommelwirbel aus der Küstengegend oder Gesang von den Morogoro Berge. Ein rundes Programm mit Künstler der hiesigen Universität.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #63: Heimfahrt

Fast 10’000 Kilometer durch 24 Länder in 9 Wochen trug mich meine altgediente Honda Varadero. Die lange Heimfahrt über gute italienische Autobahn, liess mir Zeit, die Reise nochmals in Gedanken Revue passieren zu lassen. Ob Alpenkurven oder weite Geraden in der Walachei, gute Teerstrassen in Moldawien oder Schotter in der Ukraine, die Honda trug ihre Last duldsam und zuverlässig. Viele Momente und Begegnungen teilten wir unterwegs, und sie fand viel Begeisterung und Aufmerksamkeit bei anderen Menschen. Darum sollte der letzte Post dieser langen Reise auch nochmals einigen Momente meiner Honda Varadero gewidmet sein.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #62: San Marino

Zum Abschluss meiner Motorradtour nochmals ein sprichwörtliches Highlight. Auf dem dreigipfeligen Berg Titano und steht die mittelalterliche Stadt San Marino, Hauptstadt der gleichnamigen Republik. Während an der adriatischen Küste noch Nebel über den leeren Strand zieht, erheben sich hier die Türme der Sonne entgegen. Der Ausblick über die steilen Felswände ins umliegende Land ist grandios. Die engen Gassen beherbergen viele Cafés, Restaurants und Souvenirläden, um die Touristen zufrieden zu stellen. Mich zieht’s zu den Zinnen der Burgen, die erstaunlich wenig besucht sind. Wie ein Schleier des Vergessens verbirgt der Nebel die Küste von Rimini, das Adriatische Meer, den Balkan dahinter und die ganze osteuropäische Landmasse, die ich bereist hatte. Nach 9 Wochen und 10’000 Kilometer ist San Marino das 24. Land meiner Motorradtour. Ein kühler Wind aus dem Norden erinnert mich, dass es Zeit wäre, die Heimfahrt anzutreten.