Incwala – Die Königszeremonie in Eswatini

Ein Schritt nach links, ein Schritt nach rechts, und jeder vierte wird gestampft, begleitet mit „shh-shh“-Geräusche. Die meisten Krieger gucken ernst nach vorne, doch als ich zögernd in ihre Reihe trete, machen sie bereitwillig Platz und erklären mir den simplen Ablauf der Schritte. Der junge Swazi rechts von mir will wisssen woher ich komme. Aus der Schweiz, antworte ich. „Ahh, Xhakaaa…„, grinst er mich an. Erstaunt nehme ich war, dass er deutlich mehr über diesen Schweizer Fussballer weiss, denn ich selber. Ein älterer Herr in der vorderen Reihe guckt ernst zurück und wir konzentrieren uns wieder auf die monotonen Tanzschritte.

Ich befinde mitten in der Incwala, einer der heiligsten und grössten Zeremonie des Königreich Eswatini. Der Höhepunkt des mehrtägigen Festes findet im Innern eines grossen Kraals mit bestimmt 100 Meter Durchmesser und drei Meter hoher Zaun aus dicken Holzästen und Stämme statt. Auf der einen Seite reihen sich die Swazi Krieger in ihren traditionellen Kleider auf. Dazu gehört das mit Stolz um die Hüfte getragene Leopardenfell, aus Kuhschwänze fabrizierten Umhang, ein Schild aus Kuhleder, ein Kopfschmuck mit kostbaren, bunten Federn und dunkle Stöcke, die übern Kopf geschwungen werden.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Kraal stehen bunt gekleidete Frauen in Gruppen, ebenfalls tanzend und singend. Statt eines Stockes balancieren sie einen hellen Zweig in der Luft. Nach und nach betreten auch barbusige Frauen und Mädchen den Kraal, nur mit einem sehr kurzen Rock bekleidet, und tanzen auf die Männer zu und zurück.

Eigentlich ist es Ausländer nicht gestattet sich innerhalb diesen Kraals aufzuhalten. Und eigentlich wusste ich noch vor einigen Tage nicht mal über die Existenz dieser Zeremonie. Doch dann brachte mich Ellen, eine Reisefreundin, hier her und machte mich auch noch mit einigen Leuten bekannt. Neben dem Tourismus-Minister und einigen Presseleute, begegnen wir auch einem Piloten der königlichen Familie und dem königlichen Hoffotografen. Schnell lernen wir, dass es nicht nur im heiligen Innern des Kraals ein Fotoverbot herrscht, sondern auch nur diskret direkt vor dem Kraal Aufnahmen gemacht werden dürfen. Was wiederum kein Problem darstellte ist das Fotografieren auf dem Platz rundum, wo sich Frauen und Männer auf die Zeremonie vorbereiten oder auf ihren Einsatz warten.

Trotz generellem Verbot werden einige Ausländer in den Kraal zugelassen. Das geht aber nur mit einer Bewilligung. Auch einige akkreditierte Fotografen dürfen sich für eine kurze Zeit darin bewegen und Fotos machen. Der Hoffotograf bemühte sich für Ellen und mich um eine solche Bewilligung, was aber zeitlich zu kurzfristig war. Immerhin erreichte er, dass Ellen, auf der Frauenseite, und ich bei den Krieger, in den Kraal gelassen werden.

Es wird Zeit für den König von Eswantini, Mswati III, der in seiner ganzen Pracht und mit riesigem Schmuck die Szenerie betritt. Im Schlepptau seiner persönlichen Leibgarde, ebenfalls in traditionellem Kriegsgewand, schreitet er den Kraal ab, reiht, nur etwa 20 Meter von mir entfernt, sich bei seinen Krieger ein und stampft mit. Das geht über mehrere Stunden weiter, ohne dass sich wirklich grosse Variationen oder gar Aktionen erkennen liess. Dann, als sich die Kriegerschar in das Zentrum gestampft hatte, wurde ich höflich, aber bestimmt, gebeten, wie alle anderen Ausländer auch, den Kraal zu verlassen. Draussen fand ich Ellen, die ebenfalls aus ihrer Frauentanzgruppe ausgeschlossen wurde. Zusammen verlassen wir den königlich-heiligen Platz und nehmen eine reiche Erfahrung mehr mit. Und auch einige fotografische Impressionen…

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #15: Die Holzkirchen der Hohen Tatra

Von der Existenz von typischen, einzigartigen Holzkirchen der Region erfuhr ich erst von  Lui und Steffi ( www.comewithus2.com ), die ich hier traf. Hellhörig geworden, beschloss  ich den trüben Tag mit kulturellen Highlights zu füllen. Mit leichtem Gepäck kurvte ich die Honda in die Hohe Tatra hinauf, genoss den Fahrtwind und die Kurvenschrägen. Die Tatra erinnert mich an Schwarzwald, nur schwärzer, oder waldiger. Als sich der Wald bei Zuberec lichtete, erscheint ein Schild, das auf ein Freilichtmuseum hinweist. Einfach hinfahren. Ein ganzes Dorf mit Holzkirche, Bauernhäuser, Wassermühle und Gärten dokumentieren das traditionelle Leben der Region. Tolle Einblicke, nett umgesetzt. Auch der einsetzende Regen ist ganz typisch, erklärt man mir. So hautnah wollte ich dann die Region doch nicht kennen lernen. Trotz langer Kaffeepause in der Mühle, hielt der Regen an, ging in feinen Nieselregen über.

Ich packte mich wasserdicht ein und fuhr weiter nach Tvrdosin, wo eine UNESCO- Weltkulturgeschützte Holzkirche steht. Mit mir kam ein Bus voll Rentner an, die sich pilgermässig in die Kirche begaben. Erst ärgerte ich mich wegen den ungewollten Statisten vor meiner Kamera, realisierte dann aber, dass dank dieser Tourgruppe die Kirche erst geöffnet wurde. So konnte auch ich den holzgeschnitzten Altar bewundern und fotografieren. Ich musste mich nur etwas gedulden bis die Gruppe wieder Richtung Bus pilgerten.

Bei der dritten Kulturstätte, die ebenfalls zur UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Holzkirche von Lestiny, war ich wieder ganz allein. Und ausgeschlossen. Immerhin hatte sie ein Vordach, das mich vom erneuten Regenguss schützte. Das erstaunliche an all den Holzkirchen sind die so unterschiedlichen Formen und Architekturen, die sie haben. So ist jede, trotz einigen Gemeinsamkeiten, ein Unikat an Gotteshäuser.

The Salt Lake

Katwe is a village at northern end of Lake Edward. Along a dusty, bumpy road are some shops and gloomy bars. Most of people living in the houses scattered in the neighborhood or next to the huge lake. At first glimpse just another quite village somewhere in Uganda. But there is something special. Just next to this village, beyond a low crater rim, a small lake appears. At the shore are many ponds in different sizes and colors, mostly dark reddish to almost black. The high quantity of salt makes it worth to collect it. This business grew over generations, and the trade system is still the same. There is no big company who owns the salt, but families taking care for their own plot. A plot usually get inherited to the next generation of the family. Beside the plots, there are also men who walking in the middle of the shallow lake. With iron sticks they break the salty rocks from the ground of the lake and bring it on rafts on land. The salt, crystalline or as rocky plates, get shifted on shore, protected by plastic sheets or covered with dry grass, till they sold and moved by trucks.

the cow race / Das Kuhrennen

Thick clouds gathered over the snow capped mountains,. Rain drizzled down, wetting the grass and made the field muddy. At the end of the alp season, the alp farmers sells their cheese on this annually market at Flumserberg/Switzerland. It became tradition not only selling local products, but gathering for a chat with neighbors and live music. The highlight of the event definitely is the famous cow race. Before the race, the cows are showed to the audience in the event tent, so the people can bet for their favorites. With the sound of „alphorn“, the traditional music instrument, the cows get at the start. A jockey rides the cow, while a supporter runs next or behind the cows to push or tow them towards the finish line. Some run faster than one would expect, while other cows stands stubborn on the race track. The crowd is cheering them up, but with low effect. Somehow all animals were brought to the end, for giving the winner the honor to wear a brand new bell.

Zwischen Talnebel und dicken Wolken am Himmel sammelt sich das Volk zum alljährlichen Spektakel am Ende der Alpsaison.  In Flumserberg/Schweiz trifft man sich bei Musik und lokalen Spezialitäten auf dem Käsemarkt. Ein Holzschnitzer, Streichelzoo und Schaukäserei bieten Unterhaltung und Abwechslung. Was die Leute aber trotz des Nieselregen hier hoch lockt ist das Kuhrennen. Einzeln werden die „Rennkühe“ und ihre Jockeys im Festzelt vorgestellt, damit das fachkundige Publikum Wetten abschliessen kann. Später werden die Kühe unter Alphornklänge zur Startlinie geführt. Während einige Tiere unerwartet schnell um den Parcours rennen, bleiben andere zum Frust der Reiter bockstill stehen. Da nützen alle aufmunternden Zurufe der Zuschauer nichts. Ein Treiber versucht jeweils die Kühe anzutreiben, zu schieben oder zu stossen. Irgendwann schaffen es alle Teilnehmer zum Ziel und die Sieger können gekürt werden. Neue Glocken zieren nun die Hälse, bzw Wände der Sieger.