Indien; Taj Mahal in Agra

Mit 17 Stunden Verspätung komme ich in der nacht auf Donnerstag in Agra an. In der Bahnhofshalle schütze ich mich von der nächtliche Kälte und döse bis zum Morgengrauen. Die beste Zeit für einen Besuch des Taj Mahal sei der frühe Morgen um die Massen an Besucher zu vermeiden, heisst es als Geheimtipp. Dies hat sich anscheinend herumgesprochen, denn bei Öffnung der Kassen um sechs Uhr morgens steht bereits eine Warteschlange vor dem Tor. Das Morgenlicht, das zarte Schatten auf das marmorne Monument wirft, legt eine eine verzauberte Atmosphäre über den Park und  das Grabmal. Vielleichts ist’s aber auch mein Schlafmangel, der mich träumend durchs Gelände wandeln liess. Schnell vergehen zwei, drei Stunden staunende Betrachtungen, dann zwingen mich aber die schweren Augenlider mein Träumen in einem Hotel fortzusetzen.

Spätnachmittags entschliesse ich mich das Agra Fort im Abendlicht zu besuchen. Von hier aus hat man ebenfalls ein schöner Blick auf das Taj Mahal und den heiligen Fluss Yamuna, der dahinter träge vorbeifliesst.

Indien; Die Höhlentempel von Ellora und Ajanta

Der alte Teeverkäufer schenkt mir mit zittrigen Händen den Chai in ein Glas, das er zuvor in abgestandenem Wasser gespült hat. Ich sende kräftigende Gedanken an meinen Magen und Immunsystem als ein kleines Mädchen verschmitzt um die Ecke guckt. Mit ihrem Pagenkopf, das ein schmales Gesicht umrahmt, ihren lustigen, funkelnden Augen und dem lächelnden, kräuselnden Lippen erinnert sie mich schlagartig an Amelie aus dem gleichnamigen Film. Baba, ruft sie dem Alten zu und erzählt ihm etwas auf Marathi, der lokalen Sprache hier in Aurangabad. Eigentlich erwartete ich in diesem islamischen Stadtteil enge Gassen und kleine Kaffeehäuser mit Shisha rauchenden Männern. Doch es entpuppte sich als weitere typisch indische Kleinstadt. Staubige, Schlaglöcher versehrte Strassen gesäumt von kleinen Geschäften mit verblichenen Schildern und zerteilt von stinkenden, zähfliessenden Bächen, die eigentlichen Abwasserkanälen glichen. Die relative Nähe zu den weltberühmten Höhlentempeln macht Aurangabad zu einem Ausgangspunkt für ihre Besichtigungen.
Ellora ist eine gute Stunde Busfahrt entfernt. Die über 30 Höhlentempel sind in verschiedenen Gruppen aufgeteilt und liegen teilweise verstreut in der hügeligen Gegend. Der beeindruckendste Bau ist mit Sicherheit der Kailasa Tempel. Mit einfachen Werkzeugen wurde ein riesiger, mehrstöckiger Tempel mit Bögen und Brücken aus dem Felsen gemeisselt, Arkaden und Säulen stehen gelassen und unzählige Figuren, Gottheiten und mythologische Geschichten in Stein verewigt.
Der stoischer Blick und das stille Harren dieser steinernen Zeitzeugen liegen im krassen Gegensatz zu der lärmenden Menge der indischen Besucher, die sich durch das Gelände wälzt. Kaum erkennen sie einen Touristen, erhöht sich der ohnehin schon beträchtliche Schallpegel und gipfelt in lauten Rufen „Hello, hello! What is your country? What is your name? “ Genau so oft hört man die Forderung:“ One photo!“ Manchmal fragen die Inder einfach um ein Bild mit einem Ausländer für sich, meistens aber wollen sie nur abgelichtet werden, unnatürlich ernst in die Kamera blickend, und dann wieder wegrennen. Sobald man den Hügel zu den versteckteren Tempeln hochsteigt findet man sich in ruhigen Gefilden wieder. Für einige Minuten verschnaufen, eine kleine, ungestörte Rast einlegen.
Ajanta hat nicht so fein bearbeitete Skulpturen zu bieten, dafür sind einige Höhlen mit wundervoll farbigen Wandmalereien versehen. Ein Wunder wie die Farben über die Jahrhunderte hinweg bestehen konnten. Trotz Verbot wird immer wieder der Fotoblitz in den düsteren Gewölben eingesetzt und die Figuren betatscht, was gut an den blank polierten Busen der steinernen Schönheiten zu sehen ist. Es gilt auch hier: Schönheit ist vergänglich.

Bilder Ellora:

Bilder Ajanta:

Indien; Festtage in Gokarna

Da denkt man in Gokarna nicht nur schöne Strände sondern wegen seinem heiligen, hochfrequentierten Tempeln  auch eine gewisse Spiritualität zu finden und pilgert rechtzeitig für den „Weltuntergang“ am 21.12.2012 dahin. Wie gedacht blieb der Weltuntergang aus. Lediglich der alte Maya-Kalender ging zu Ende. Einen neuen zu schreiben verhinderten die Spanier vor einigen hundert Jahren. Doch unser gregorianischer Kalender schrieb ja bald Weihnachten und Neujahr. Wiederum ticken die Uhren (und nicht nur diese) in Indien anders. Zwar kamen zu den Festtagen herdenweise indische Gruppen und Familien an den Strand, begannen ihren Tag mit grossen Flaschen Bier, das hier illegal verkauft wird und bevölkerten den Strand um im seichten Wasser zu planschen oder den Westlerinnen beim Sonnenbaden zu beobachten, jedoch ein Fest mit Musik oder gar Tanz war wiederum verboten. Polizeieinheiten patrollierten den Strand entlang, rügten diejenigen, die mit Bierflaschen erwischt wurden oder befahlen Lagerfeuer am Strand wieder zu löschen. 

Zu Weihnachten traf ich Freunde aus Europa. Raffael, der mit Freunde durch Indien reist, aber auch Jessica, die ich in Sri Lanka kennen lernen durfte, liessen das christliche Geburtsfest etwas festlicher anfühlen. Die Pizza schmeckte fast wie zu Hause und anstatt eines kerzenbeschmückten Weihnachtsbaums brachte ein (illegales) Lagerfeuer etwas Glanz  in unsere Augen. Auf die Mitternachtsmesse mussten wir zwar verzichten, doch immerhin unterhielt uns ein bekiffter Nordinder mit einer energischen Predigt über Friede, Liebe und Ausgeglichenheit.

Eine junge Modedesignerin arbeitet an einem Kleid für eine Show und bat mich davon einige Fotos am Strand  zu machen. Ihre Freundin ist ein talentiertes Model, was dem ganzen Unternehmen einen etwas professionellen Anstrich gab. Das Foto-Shooting entlang am Strand, auf Felsen und beim allabendlichen Flohmarkt machte unheimlich Spass und das Model war mit viel Freude und Enthusiasmus dabei.

Kurz vor dem Jahreswechsel irrte ich noch über den Strand und schüttelte Dutzenden indische Hände, die unbedingt einen der wenigen Ausländer berühren möchten. Es scheint hier eine Art Sport oder Glücksbringer zu sein in jedes Bleichgesicht ein „Happy New Year“ zu lallen und mit einem feuchten Händedruck zu besiegeln. Das letzte Lagerfeuer am Strand wurde unter polizeilicher Aufsicht gelöscht, als ich doch noch eine kleine Party fand. Eine Gruppe junger Schweden organisierten etwas Musik und Rum, um auf einer Dachterrasse inmitten einer Bananenplantage neben einem Reisfeld ins neue Jahr zu tanzen und anzustossen. Kurz nach Mitternacht begann überraschend ein tropischer Regenguss auf uns niederzugehen. Ich glaube es wird ein fruchtbares Jahr 2013!

Indien; Das Volk von Hampi

Selten fand ich so eine Bereitschaft sich fotografieren zu lassen wie in Hampi. Manchmal wurde ich geradezu bestürmt und um Fotos gebeten, die dann unter Gelächter auf dem Kameradisplay bewundert wurden. Einige konnten mir E-Mailadressen angeben, denen ich ihre Fotos zusenden kann. Für andere druckte ich einige Bilder grad vor Ort aus und brachte sie vorbei. Mit glänzenden Augen nahmen sie den Auszug in die Hand und trugen es in der Nachbarschaft herum. Kann es ein grösseres Lob für einen Fotografen geben als diese Freude zu erleben?
Ein junger Blondschopf, den ich über „vibes“ und andere herzlich esoterische Phrasen reden hörte, um einer bildhübschen Yogalehrerin zu beindrucken, schleppt eine Profikamera herum. Im Restaurant meine Mahlzeit kauend, erlebe ich wie er die Belegschaft herum dirigiert um einzelne Portraits und Gruppenfotos zu machen. Als ich ihm den Tipp geben will wo man gut und günstig Ausdrucke erstellen kann, um den Leuten was zurück zu geben, beginnt er mit Ausflüchten. Die angegebenen Hindernisse wären zu überwinden, doch er verheddert sich in weiteren Ausreden. Leider bringt er sich dabei nicht nur um einige Karmapunkte, sondern verpasst auch, was wirklich schade ist, die glänzenden Augen der Beschenkten.

Indien; Hampi

Weit verstreut liegen die grossen Felsbrocken und rostbraunrote Hügel um Hampi herum. Davor, dahinter und manchmal auch darauf stehen mehr oder weniger verfallene Tempel. Dazwischen ödes Felsland, Bananen- oder Zuckerrohrplantagen. Der Thungabadra-Fluss teilt die Landschaft in „drüben“ oder „diesseits“ ein. Stundenlang kann man unbehelligt durch die Landschaft wandern, verwachsenen Wege oder ausgetretenen Pfaden folgen, Hügel hoch und runter steigen.
Der Ort Hampi ist auf ein kleines Viertel zusammengeschrumpft, nachdem die Regierung beschloss „etwas“ aus Hampi zu machen. Viele Wohn-, Geschäfts- und Gästehäuser wurden enteignet und die Besitzer mit kleinen Abfindungen abgespeist. Einige Kilometer ausserhalb wurde ihnen ein Stück ödes Land zur Bebauung überlassen. Ohne Strom- oder Wasseranschluss, geschweige denn von Kanalisation. Die Enteigneten sahen sich gezwungen in den umlegenden Dörfer einzumieten, wo die Mietpreise drastisch anstiegen. Somit bleibt den Leuten kaum was übrig, um auf dem von der Regierung „grosszügig“ geschenktem Boden zu bauen. Was mit die Regierung mit dem Grundstück macht, dass sie an sich riss, kann mir niemand genau sagen. Die Gebäude wurden alle dem Erdboden gleich gemacht. Manche mutmassen es gäbe neue grössere Parkplätze, ein Mitarbeiter des archäologischen Departements erklärt, es werden weitere Ausgrabungen gemacht und andere denken, die Regierung will nur die Anzahl Übernachtungsplätze reduzieren und Touristen in die grossen Hotels im nahen Hospet zwingen.
Etwas vom alten Charme ist aber in den alten Gassen hängen geblieben. Kühe kauen am Abfall, Kinder springen die Strassen auf und ab und alte Leute spielen ein Brettspiel mitten auf der Gasse, während daneben Kleider oder Haare an einem Wasserhahn gewaschen werden.

 

Indien; Cupcake Queen of Bangalore

Dieser Einladung konnte ich einfach nicht widerstehen. Sonali backt für’s Leben gern Cupcakes/Muffins und bereitet die Tage einige Kreationen für ein nachbarschaftliches Weihnachtsfest vor. Mit Familie und Freunde werden verschiedene Teige gemischt, gerührt und gebacken, Zuckerguss und Verzierungen kreiert und schliesslich alles säuberlich für den Anlass am Sonntag aufbewahrt. Das Resultat kann sich sehen und schmecken lassen. Der Anlass wird dann auch zum Erfolg und Leute stehen für die süsse Abwechslung an.

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Sri Lanka; Highlights in the Highlands

Wer die Hauptsehenswürdigkeiten in Sri Lanka besuchen will muss tief in die Tasche greifen. Die Regierung hat sich offensichtlich zum Ziel gemacht gut betuchte Pauschaltouristen zu schröpfen und Langzeit-Traveler und Rucksacktouristen von der Insel abzuschrecken. Nur so kann man sich die neue Preispolitik erklären. Touristenmagnete wie der Tempel von Sigriya, Ruinen von Polonarruwa oder ähnliche archäologische Ausgrabungen werden mit Preisen von 25 – 30US$ vergoldet. Tendenz steigend. Das Kombiticket wurde gleichzeitig abgeschafft und damit der Gewinn weiter optimiert. Pauschaltouristen von nahen, internationalen Strandhotels werden in grossen, klimatisierten Reisebusse heran gekarrt, durch die Anlagen geschleust und zielgerichtet in „ausgewählten“ Manufakturen getrieben. Das darunter vor allem die kleinen Geschäfte, Restaurants, Taxifahrer, Gästehäuser leiden, weil immer weniger Individualreisende diesen Abriss mitmachen, scheint die Regierung zu ignorieren. Auch meine Devise lautet, einmal gönne ich mir den Besuch, aber ein zweites Mal mache ich einen Bogen um die Sehenswürdigkeiten, oder gar um die ganze Insel.
Nach viel Kultur, alten, behauenen Steinen und bunten Wand-Gemälden ist wieder Natur und Bewegung angesagt. Das Hochland ruft mit kühleren Temperaturen, üppigen Wälder, grünen Teeplantagen und einigen Wanderrouten. In Ella lockt der gleichnamige Hausberg mit schöner Aussicht, aber auch Wasserfällen, kleinen Tempel und Höhlen.
Bereits auf der Weiterreise nach Nuwara Eliya sind wir eine eigene, kleine Reisegruppe, die per Zug durch das Hochland SriLankas gondelt. Zu viert finden wir ein Gästehaus mit schrillem Anstrich und lustigem Manager. Für die Mahlzeiten werden wir in winzigen Restaurants zum grossen Familientisch bugsiert und mit Reis und Curry gestopft. Ein Verdauungsspaziergang bringt uns mitten durch den örtlichen Golfplatz in die Nähe von Teeplantagen. Eine mit Rasen bestückte Dachterrasse eines noblen Hotels lockt zum Ceylon-Tee. So elegant wie möglich versuchen wir die gefüllte Teetasse an den Mund zu führen und dabei ein süffisantes Lächeln aufzusetzen. Ein erhabener Blick über die Plantagen zur Stadt hinunter bestärkt das Gefühl gerade etwas Besonderes zu geniessen. Und das tun wir wahrlich.
Etwas mehr Schweiss und Willenskraft erfordert der Aufstieg zum Adam’s Peak. Nachts um zwei Uhr stehen drei schläfrige, junge Frauen neben mir und teilen meine Freude über den klaren Sternenhimmel nur bedingt. Stufe für Stufe erklimmen wir den Berg. Je nach Quelle sollen es zwischen 5200 und 5500 Stufen sein, die hoch zum Gipfel und zum Tempel führen. Mit gemütlichen, aber stetem Tempo überholen wir alle vor uns Vorausgegangenen. Klagende Worte ertönen aus den schnaufenden, rastenden Mitsteiger, während wir vier leise leidend an ihnen vorbei ziehen. Nach genau zwei Stunden erblicken wir bei aufkommendem Wind das verschlossene Tempeltor. Ein Raum davor schützt uns vor Kälte und Wind. Langsam füllt sich dieser mit weiteren, meist westlichen Touristen die allesamt den Sonnenaufgang hier oben erleben wollen. Pilger sind nur eine handvoll auszumachen. Die Pilgersaison beginnt mit dem Vollmond im Dezember, wenn der Tempel auch das Allerheiligste öffnet und den Blick zum Fussabdruck Buddhas freigibt. Andere glauben, es wäre der Abdruck von Adam, als er das Paradies verliess und seinen ersten Fuss auf die Erde setzte. Ein kleiner Schritt für einen Mann, aber… Naja, das hatten wir doch schon mal!
Lisa verliess unsere Gruppe, um weitere Highlights von SriLanka zu erkunden, während wir restlichen drei ein paar Tage wohlverdienten Urlaub an der Südküste genossen. Berichte von Kälte und Schnee in Europa ertränkten wir in den warmen Fluten des indischen Ozeans 😉

 

Sri Lanka; Kandy

Meine Finger drücken den Reis zu kleinen Bällchen, geben etwas von der scharfen Curry am Tellerrand hinzu und mengen von der delikaten Kokosnuss-Gemüsepaste bei. Genüsslich schiebe ich das würzige Essen in Mund, gefolgt von mehreren Augenpaaren. Jal’s Mutter sagt etwas auf singhalesisch und deutet auf mich. „Sie will wissen, ob das Essen zu scharf ist. Soll sie weniger Chilli verwenden?“ übersetzt mir der 35jährige, der in Dubai wohnt und zurzeit bei seinen Eltern auf Besuch weilt. Mein Mund brennt, aber hinter der Schärfe folgt ein vollmundiger Geschmack nach etlichen Gewürzen dieser Insel. Ich beruhige die Mutter und lobe ihr vorzügliches Essen. Erstaunlich was sie in der simplen Küche auf dem Holzfeuer zustande bringt.
Jal und ich verlassen das Haus durchqueren den Garten mit Gemüsebeeten, Papaya-Bäumen, Kokospalmen, Avocados und sogar einzelne Ananas, kommen an den familieneigenen Teeplantagen vorbei und überqueren brachliegende Reisfelder. Reis anzubauen und zu ernten wäre aufwendiger und kostenintensiver als der indische Billigreis vom Markt, erklärt mir der Bauernsohn.
Im Dorf nehmen wir uns ein „Tuktuk“, ein dreirädriges, knatterndes Zweitakt-Vehikel, das hierzulande als Taxi genutzt wird. Damit klappern wir mehrere Tempel der Gegend ab, besuchen eine Teefabrik und landen über Umwege in Kandy. Jal als Einheimischer, darf überall gratis rein, während die Touristen, für hiesige Verhältnisse tief in die Tasche greifen muss. Immerhin hilft mir die srilankische Begleitung, dass ich in den Restaurants nicht allzu sehr abgezockt werde. Bei der abendlichen Vorführung des „Kandyan Dance“ und Feuershow bin ich dann wieder ganz der Tourist.
Ganz anders verhält es sich am nächsten Tag im kleinen Dorf von Jal. Seine Mutter ist nicht nur eine fabelhafte Köchin, sondern auch die Mathe-Lehrerin in der örtlichen Schule. Ihre Einladung, einen Blick ins Klassenzimmer zu werfen, nehme ich gerne an. Am Eingang der ehemals christliche Missionsschule steht ein Buddha-Schrein mit Weihrauch und kleinen Opfergaben. In zwei Gebäuden sind insgesamt vier Klassen zu ca. 25 Schüler untergebracht. In Nebenräumen befinden sich Lehrerzimmer, Bibliothek, sowie ein Sitzungszimmer, das auch für den Chemieunterricht und –Experimente benutzt wird. Bemerkenswert ist wie die Kinder konzentriert der Lehrerin lauschen, obwohl die Klassen nur von dünnen, halbhohen Wänden abgegrenzt werden.
Die Regierung bietet den Kindern nicht nur eine kostenlose, obligatorische Schulbildung an, sondern bietet auch die Schulbücher, Schuluniform und ein Frühstück, bestehen aus Reis und Curry, gratis an. Die Frühstückspause nutzen die Lehrer mich bei Tee und Gebäck über die Unterschiede und Besonderheiten der europäischen Schulen zu befragen und mir ihre Chemie-Utensilien und Bibliothek zu zeigen. Mit einem Ständchen der Schüler werde ich verabschiedet.

 

Nacht über Dubai

Vom Dach eines Wolkenkratzers zeigt sich Dubai von seiner schillerndsten Seite. Noch bevor die Stadt im Dunkeln unter zu gehen droht, setzt sie sich aus lauter Lichtpunkten neu zusammen.

Über www.couchsurfing.org bot mir Christian freundlicherweise seine Couch ein. Er führte mich auch auf die Dachterrasse, von wo aus wir einen gigantischen Blick über das nächtliche Dubai genossen.