OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #50: Lake Ohrid / Mazedonien

Durch herbstlichen Wald führt eine wenig befahrene Strasse, die das Herz eines Bikers höher schlagen lässt. Kurve um Kurve einem Fluss entlang, prächtige Farben von bewaldeten Bergen und ab und zu ein kleines schmuckes Dorf. Dann wechseln die Farben vom kräftigem Rot und Gelb in ein tiefes Blau. Der Lake Ohrid erscheint.

Das alte Städtchen Ohrid ist als UNESCO Weltkulturerbe geschützt. Der gleichnamige See bildet eine herrliche Kulisse für all die altrömischen Ruinen, Mosaiken, der mittelalterlichen Burg und den vielen Moscheen und orthodoxen Kirchen. Die berühmteste ist wohl die des Heiligen Johannes von Kaneo, etwas ausserhalb der Stadt. Sie liegt direkt über dem See und wegen ihrer pittoresken Lage gern besucht. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist frühmorgens. Ein schmaler Gehweg führt dahin, und mit etwas Glück fängt man gerade die ersten Sonnenstrahlen über der Stadt auf.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #46: Durch Mazedonien nach Griechenland

Eine zügige Fahrt bis nach Griechenland war geplant, als ich die Honda vor dem Hostel in Skopje startete. An den Doppeldecker-Busse der Stadt vorbei ging’s auf die Schnellstrasse Richtung Süden. Doch nicht eintönige Landschaften begleiteten mich, sondern herrliche Kurvenstrecke durch die Bergwelt. Ein herbstlich goldiger Wald bedeckt die Landschaft, unterbrochen von einem Fluss, der sich ebenfalls gen Süden schlängelt. Immer wieder wurde ich zum Anhalten angeregt, oder zumindest den Gasgriff zu lockern, um die Szenerie zu bewundern.

Die Grenzkontrolle zu Griechenland hatte ich schnell hinter mir, und befand mich dann bereits im 17. Land auf meiner Ost-/Südosteuropa-Tour. In Thessaloniki, sah ich wieder viele grössere Motorräder sah, darunter auch einige Honda Varaderos. Darum liess ich hier gleich noch meine Honda checken, die komische Geräusche machte. Der Mechaniker konnte aber nichts ungewöhnliches finden, was mich beruhigte. Also erst mal einen Kaffee geniessen, und der Honda eine Rast gönnen.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #45: Matka Schlucht in Mazedonien

Mazedonien hat nicht nur eine sehenswerte Hauptstadt, sondern auch viel Natur zu bieten. Dazu gehört auch die Matka-Schlucht mit der angeblich tiefsten Unterwasserschlucht Europas. Die neugewonnenen Reisefreunde nahmen mich mit ihrem Auto mit. Zusammen wollten wir die Schlucht erwandern und vor allem die besagte Höhle besuchen. Ein Pfad führte über dem Wasser immer tiefer in die Schlucht. Dann plötzlich war Schluss. Unser Ziel, die grosse Tropfsteinhöhle befand sich aber auf der anderen Seite, ohne Brücke oder Steg. Uns blieb nichts anderes übrig als zurück zu gehen und, einen Kaffee später, eine Bootstour mit zu machen. Der Blick vom Boot aus war aber ebenfalls berauschend. Die Höhle selber war dann aber nicht so tief wie erwartet, und es fehlte auch an eindrucksvollen Formen von Stalaktiten und Stalagmiten. Doch schon die Wanderung und die Bootstour waren der Aufwand wert.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #44: Ein Rundgang durch die Geschichte von Skopje

Ursprünglich plante ich nur eine Nacht mit kurzem Spaziergang in der Hauptstadt von Mazedonien. Schnell wurde mir aber klar wie viel Geschichte die Vergangenheit in diese Stadt gepackt hatte. Von wechselreichen Herrschern und Völker, zu Geburt von grossen Eroberer und heiligen Schwestern und monumentalen Bauten.

In der Unterkunft lernte ich auch zwei sympathische Deutsche kennen, denen ich mich für eine Stadtführung anschloss. Vom Geburtsort von Mutter Teresa zum Platz mit dem Monument des Alexander des Grossen, durch den alten Basar hinauf in das befestigte Fort. In den drei Stunden erfuhren wir von unserem Guide Mihail allerhand Interessantes.

Spontan beschlossen vier Mitglieder der Stadttour auf den nahen Berg mit dem grossen Millennium Kreuz zu gehen. Ich durfte mich wiederum anschliessen. Wir bestiegen die Gondelbahn, die uns in die Höhe brachte, und uns eine beraubende Sicht über die Stadt und die Umgebung eröffnete. Der Abstieg nahmen wir sportlich unter die Füsse, folgten einem kleinen Pfad, der eigentlich für Mountainbikes angelegt wurde.

Nach kleiner Rast wurde es dann Zeit für eine abendliche Stadtbesichtigung, inklusive Imbiss und Bier natürlich.