Motorradtour 2018 – Marokko: Überfahrt

Mein Motorradkumpel wollte schon von Anfang an eine Kabine für die Überfahrt buchen. Ganz der Preisbewusste, entschloss ich, dass ein Pullmannsitz reichen sollte. Vor dem Einchecken checkte der Kumpel aber nochmals die Preise und ich checkte erst jetzt richtig, dass wir zwei lange Nächte auf dem Kahn verbringen werden. Das Glück war uns hold. Von 2000 möglichen Passagieren buchten deren nur etwa 300 auf diese Überfahrt. Somit bekamen wir für bescheidene 25€/person je ein Bett in einer 4er-Kabine, die nur von uns zwei belegt war. Was für ein Luxus.

Die luxuriösen Tage hatte aber die Fähre hinter sich. Vielerorts nagt der Zahn der Zeit in den Ecken und an den Kanten des Schiffes. Reparaturen scheinen nur halbherzig durchgeführt worden zu sein, oder man nimmt es einfach hin wie’s ist. Die buntgemischte Crew hingegen ist ein Lichtblick auf dem düsteren Kahn. Lachende Filipinos dürfen natürlich nicht fehlen, genau so wenig wie die Damen an der Information mit künstlich aufgesetzten Lächeln. Echt war hingegen das Lächeln von Albaner, denen ich berichten durfte, wie sehr ich ihr Land in Erinnerung habe, oder das aufrichtige Lachen der ägyptisch-italienisch stämmigen Dame an der Kasse, als ich erwähnte, das Kairo vermutlich den schlimmsten Strassenverkehr der Welt hätte. Der italienische Barista hingegen sollte wieder mal auf Heimaturlaub geschickt werden, wo er die Kunst echten Cappuccino und Macchiato zu produzieren lernen würde. Den kleinen, starken Schwarzen brachte er dann aber ganz ordentlich hin, und bei dem blieb ich dann auch.

Unsere Mopeds waren in der Zeit gut im Schiffsrumpf verstaut. Nur ein paar wenige Minuten, als die Fähre doch etwas mehr schlingerte, zweifelte ich kurz an das alte Seil, an dem meine Honda mehr notdürftig fest gemacht war. Dann aber schwenkten die Gedanken wieder zum nächsten Essen rüber, oder an ein Bier an der Reling, von wo aus das weite Meer den Duft der Freiheit rüber wehen liess. 

At The Banks Of River Nile

At the other side of the Nile a fishing lodge offers boat trips even into South Sudan, i heard. Fishing lodge sounds posh, but when i arrived it was a run-down lodge with basic facilities. Yet still the charm of better times stays in the air. A small group of locals arrived just after me. They came for a little party under friends, brought a living goat in the car trunk and let them to the butcher to slaughter it in the backyard. There were more animals waiting to get eaten up, but having a peacefully live till then. A pig with a bunch of small ones, chicken, more goats. Eagles circling over the river when i walked along the banks and gave the scenery a peaceful touch of freedom.