Begegnungen in Diani Beach

Die Friseursalons in Afrika haben immer Hochbetrieb. Das stark gekrauste Haar der Afrikaner wollen viele Frauen nicht so natürlich hinnehmen. So wird geflochten, geglättet oder Haarverlängerungen eingewoben. Für die kunstvollen Frisuren, an denen manchmal drei bis vier Frauen gleichzeitig arbeiten, müssen nicht selten vier Stunden oder mehr veranschlagt werden. Mit Geduld sitzen die Kundinnen da, tratschen mit den Friseurinnen oder melden ihren Freundinnen bereits stolz die neue Frisur an.

Fast schon als Ausnahme gilt Delia, die ich beim Billiard spielen traf. Ihre Kurzhaarfrisur verkörpert ihre Persönlichkeit; stark, natürlich, eigenwillig, witzig und klug. Seit langer Zeit habe ich mich nicht mehr so gut unterhalten. Ernste Gespräche wechselten sich mit lustigen Bemerkungen und einem guten Schuss Ironie ab. Auf das Thema Fotografie kommend, wollte Delia mich unbedingt einem Bekannten vorstellen, der hier im Ort als Fotograf herumging und Mädchen angeblich als Models für ein belgisches Modeunternehmen anwirbt.

Als Freddy, der belgische „Fotograf“, mir gegenüber sitzt, sprudeln die Worte nur so aus ihm raus. Ganz Klischee erzählt mir der grauhaarige Mann um die Mitte/Ende 60 von seinem Leben als erfolgreicher Kriminal-Anwalt und zeigt mir Bilder von seinem Haus, seinem Auto, seiner Ex-Frau. Ob er nicht noch ein Boot hätte, frage ich ihn. Er scheint die Ironie nicht zu verstehen und verneint die Frage gewissenhaft. Sein Redefluss geht zu den jungen, schwarzen Frauen über. Nun erfahre ich, dass er als regelmässiger Tourist in dieser Gegend, nebenbei die Frauen anwirbt, um Fotos von ihnen als Vorauswahl nach Europa zu senden. Mit ein wenig Glück werden diese Frauen dann als Models verpflichtet, um vor Ort einem professionellem Fotografen für Fashion Shootings zu posen. Etwas erstaunt nehme ich wahr, dass er selber nicht einmal eine mittelmässige Schnappschusskamera dabei hat, sondern die angehenden Models einfach mit seinem Tablet ablichtet.

Kurz nach meinen Reisen und Lebensstil befragt, lädt Freddy mich spontan ein, ihn und Delia zum Lobster essen zu begleiten. Er kenne ein fabelhaftes Restaurant direkt am Meer, das man aber wegen dem allabendlichen Ansturm reservieren müsse. Zwar esse ich keine Meeresfrüchte, lasse mich aber zum Fisch essen überreden. Das „exquisite Restaurant“ entpuppt sich als einfache Strandkneipe, wie es sie zu Dutzende hier gibt. Einige zusammengezimmerte Holztische unter einem Strohdach, das auf vier Pfosten steht. Bevor wir aber als einzige Gäste unter das Strohdach treten, muss mir Freddy noch sein Können als Fotograf zeigen und lässt Delia vor seinem Tablet posieren. Die Vorspeise besteht dann auch aus weiteren mittelmässigen Fotos, die er mir auf seinem Tablet serviert. Zum leckeren Fisch fragt er mich weiter über meine Reisen aus, nur um mir seine weitläufigen Gedankenwelt darüber darzulegen. Interessant waren nur die von Witz und Ironie gespickten, kurzen Kommentare von Delia, die sich ansonsten genüsslich ihrem Lobster widmete. Es war schon dunkel als nur noch Fischgerippe und leerer Lobsterpanzer auf den Teller liegen. Freddy verlangt die Rechnung, hob kurz den Zettel näher an seine Augen und schielt zu mir rüber. Er hätte gerade etwas wenig Bargeld dabei, ob ich ihm mit 1000 Schillinge (ca 8€) aushelfen könne, fragt er mich ungeniert. Verdutzt reiche ich ihm der Schein rüber, wohl wissend, dass ich nun mein Essen trotz seiner Einladung selbst bezahlt habe. Noch bevor wir vom Tisch aufstehen glotzt er auf sein Handy und hebt lächelnd den Kopf. „Ich habe heute noch ein Date.“ verkündet er strahlend. „Mit wem?“, will Dalia wissen. „Du kennst sie auch“, antwortet er ihr mit einem Augenzwinkern, „es ist eines der Models, die ich fotografiert habe. Für 150 US$ kommt sie heute Nacht zu mir. Das ist doch ein angemessener Preis, nicht?“ Mit aufkeimendem Übel verlasse ich den Tisch, den Ort, die Küste…

Back in Africa!

Als Wiedereinstig in Ostafrika bekam ich die Gelegenheit ein Event für Touranbieter in Arusha/Tansania zu besuchen und zu fotografieren. Im Vorfeld war das Management des ‚Culture Art Centre‘ optimistisch, dass die meisten der 120 angeschriebenen Safariunternehmer der Einladung folgen werden. Dementsprechend wurde auch das reichhaltige Catering vorbereitet. Während die Fleischspiesse auf dem Grill brutzelten und die Musiker ihre Trommel am Feuer aufwärmten, machte ich einen Rundgang. Das Dach der Haupthalle mit der grossen Bühne wurde einem Masai-Schild nachempfunden, erklärte mir der Manager. Das Gebäude daneben beinhaltet neben Büroräumen auch eine Ausstellungshalle und Souvenirshop und gleicht einer riesigen Trommel. Versteckt im Busch steht ein kleines Dorf mit Lehm-/Strohhütten, die ein Teil eines entstehenden Freilichtmuseums bilden.

Die ersten Tour Operators fanden sich ein. Viel mehr wurden es auch nicht mehr. Trotzdem wurde das Programm durchgezogen. Nach einer kurzen Begrüssung begann der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung. Eine gut geschulte, professionelle Tanz- und Musikgruppe marschierte auf die Bühne. Tänze und Musik aus verschiedenen Regionen Tansanias wurden vorgeführt. Unter anderem die berühmten Luftsprünge der Masai, Trommelwirbel aus der Küstengegend oder Gesang von den Morogoro Berge. Ein rundes Programm mit Künstler der hiesigen Universität.

Sister Therese

A friend wrote me a message, telling me about a German lady, who lives in Africa since decades as a nun and founded several dispensaries. If i’m passing by that area i should visit her, he suggested. And indeed, it seemed i’m pretty close there anyway.

On my way i got stopped by the traffic police. Once more. While the officer check my papers he wanted to know where i’m heading to. I told him the story of the old lady, doing so many good things for local people. I admire to meet her and maybe making some photos of the place she founded, i explained. As the officer has seen my camera he wanted me to do a portrait shot of himself. I did. With a smile on both of us he let me go.

Just ask for ‚Sister Therese‘ when you reach the town, my friend advised me. And indeed, even the people on the street didn’t recognized the name of the dispensary, they reacted promptly on the name of the nun. But Sister Therese doesn’t live here anymore. The new chairman of the small hospital organized a nice chap who’s guiding me to the new founded dispensary of Sister Therese. It was about an hour drive or so. Maurice asked me to stop in a village to introduce me with the chief, who owns a shop. It’s all interesting and so much to learn about, but also time consuming. Finally we reached the dispensary and i met Sister Therese in person. After a brief tour trough the building and nearby garden, she told me her story by a soup and tea. Since she was a young girl she wanted go somewhere far. As a young nun she went to Southern Africa, studied to become a nurse and stayed many years in Zimbabwe. Many stories about trouble and terrible times, in Southern and later in Eastern Africa, but also about never ending hope and times of happiness. Her eyes are always smiling even when she’s telling dark stories. A truly strong woman, which i’d like to spend more time with, but it got late and time to leave for me. Despite the short time with her, it let a deep impression on my way out of the bush.

Rough Road To Kenya

I could take the nice tarred road out of Uganda, but the scenery on the northern slope of Mount Elgon was to tempting. The road became more bumpy and dusty with every mile, but bigger also the people smile. From time to time i had to stop for a photo, or just for the stunning view, or simply to give way to a big truck on narrow roads. Time schedule got lost. Instead of a few hours drive i needed all day to reach the Kenyan border post. The last village before frontier i found a fuel station where the diesel pump worked by hand. Can’t remember when i had such a laughter with tank guys filling up my diesel tank.

The Sipi Falls

From Kampala leads a wide, tarred road to the Kenyan border, but on my way i decided to drive a detour to the Sipi Falls. The camp was settled opposite the falls with stunning view to the scenery. Even a sprinkling rainbow appeared with the setting sun. Unfortunately it’s a typically ran down campsite, as many others in Uganda and in Africa in general. The staff tell me from a owner living far away, not interested to invest in facilities, nor seems the employers really keen on keeping it nice and tidy. they only count on customers coming (and paying) for the scenery up here. Probably i would had stayed longer if the campsite would been better maintained. However, that one beautiful night i enjoyed the place.

The Source Of River Nile

I felt the privilege to camp on a grassy site overlooking the River Nile. One site called „The Haven“ became easily a base of tranquility and peace, inviting me to stop by for awhile and do nothing than watch the river flow, the eagles fly and fishermen boats float. It was both, inspiring and meditative. The village nearby couldn’t offer much but laughters and friendly talks when i got to the only little shop around. It was actually just a shack with a weird calendar showing the Ugandian president in truly Rambo style. The ‚roll-eggs‘ they made was delicious, though.

Another camp i found was just above the spot where the Lake Victoria giving birth to the River Nile. A humble monument shows the place where the first European, a certain Mr. John Hanning Speke, spotted the source of the river on 28th July 1862.

Nyero Village and Rock Paintings

A few kilometer off the main road, the dusty road leads trough savannah and small villages. Red rock boulders appear on the horizon, growing bigger to nice shaped mountains. On such boulders, the Twa people draw mystical signs and figures on the rocks. Next to a tiny building, which suppose to be the office, i can even camp over night. This let me time to explore the the small caves with rock arts, climbing on the rocks to watch the landscape from above and visiting the villages around. There’s hardly any artificial light at night. The colors of sunset and sunrise are amazingly strong and the full moon send a silver light over the landscape.

At The Banks Of River Nile

At the other side of the Nile a fishing lodge offers boat trips even into South Sudan, i heard. Fishing lodge sounds posh, but when i arrived it was a run-down lodge with basic facilities. Yet still the charm of better times stays in the air. A small group of locals arrived just after me. They came for a little party under friends, brought a living goat in the car trunk and let them to the butcher to slaughter it in the backyard. There were more animals waiting to get eaten up, but having a peacefully live till then. A pig with a bunch of small ones, chicken, more goats. Eagles circling over the river when i walked along the banks and gave the scenery a peaceful touch of freedom.

Murchison Safari Camp

Crossing the Victoria Nile over a bridge with the view of Karuma Falls, i got to the north of Uganda now. I noticed a Camp, just at the northern gate of Murchison Falls Nationalpark, where wildlife seems to cross. At that remote and quite camp is a waterhole. The manager, a young, smart lady, confirmed sometimes elephants, giraffes and more wildlife are to observe here. Despite my patience to watch out for them, the recently rain didn’t gave them the urge to come to the waterhole. Instead big animals i found big spiders, cats, chicken …and then yes, some antelopes came shyly closer. However, some relaxed days in peaceful nature.

Murchison Falls National Park

The tremendous costs to visit the Murchison Falls National Park on my own was doubting me to visit the park. But then i got the offer to take a local car with driver to enter the park cheaper. At least to have a glimpse on the spot where Ernest Hemingway crashed with his plane, survived and got picked up by a tourist boat. To be close where Audrey Hepburn was staying and acting for the „African Queen“. Seeing the ruins of one of the residences of Idi Amin, the cruel dictator of prior days. But yes, also the wildlife, although i kept my expectations low. And there is still the waterfalls, after which the park is named.

Driving trough a huge, dense forest with big families of baboons and monkeys, we heading towards the Victoria Nile. Many colorful kingfisher birds flying off when we passed by. A ferry brings us to the other side with different landscape. A savannah with high dry grass. Buffalos glancing at us, antelopes grazing, hippos chilling in the Nile while socks and other birds stalking in the water. Many animals just given birth and keep their babies closely. On the way back we stopped by the great falls. Tons of water squeezed in a narrow valley, fall over several cliffs with big spray and get quite again on the way to Lake Albert. At end of the day, i have to admit it was worth the visit.