OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #58: Dalmatien mit Trogir und Zadar

Wenn auch die Wassertemperaturen sanken, so lachte doch die Sonne und gab mir unterwegs herrliche Ausblicke auf die dalmatische Küste mit ihren wundervollen Inseln, Strände und Städte. Zwei weitere Orte, Trogir und Zadar, besuchte ich auf dem Weg nach Norden. Tagsüber laden angenehme Temperaturen zu einem Kaffee im Hafen ein, oder zu einem Stadtrundgang in der heisseren Mittagszeit. Am Abend winkt die Sonne zum Abschied zu und verschwindet mit einem Feuerzauber am Himmel.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #57: Split, zurück an die Küste

Einmal führte mich mein Weg durch bunte Herbstwälder. Vom bosnischen Sarajevo zurück an die kroatische Küste. Auf dem Weg dorthin ein Kaffeestopp in Travnik, wo mir mit dem traditionellen Kaffee auch gleich eine Zigarette serviert wurde. Ich liess sie liegen und fuhr weiter an die Küste nach Split.

Die Wärme geniessend zog ich durch die Gassen der Altstadt und sammelte weiter Eindrücke alter Zeiten, atmete tief eine Brise Meeresluft ein und sah der Sonne zu, wie sie sich hinterm Horizont verkroch.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #56B: Sarajevo

Der Besuch der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina war erst nicht geplant. Das sonnige Herbstwetter und eine schöne Motorradroute führte mich dann doch dahin. Bereut hatte ich es bestimmt nicht, im Gegenteil, ich nahm mir vor nochmals dahin zu fahren. Die beeindruckende Stadt wartet mit viel alter und neueren Geschichte auf, kulinarische Eigenheiten und interessanten Bauten. Beim bosnischen Kaffee erzählt mir der Besitzer des Hostels einiges aus seinem Fundus über das Wissen der Stadt und Region. Aber auch der Spaziergang durch die Altstadt, mit seinen Handwerksmärkten, Kaffeehäuser, alten Karawanserei und sakralen Bauten, bestärkten mich eines Tages wieder zu kommen um mehr zu erfahren.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #56a: Die Brücke von Mostar

Bosnien und Herzegowina. Ein Land, das in den 90er Jahren wegen Balkankrieg oft in den Medien war. Darunter auch Mostar, und dessen uralte Brücke, die die Altstadt beidseits des Flusses Neretva verbindet. Diese Brücke wurde im Krieg zerstört und später wieder aufgebaut.

Ein Blick auf die Karte und in den Himmel, versprach ein herrlicher Tag für eine Motorradtour. Von der Strecke, wie auch vom Wetter her. Kurven führen von der Küste hinauf in eine karstige Hügellandschaft, die an die Winnetou Filme der 1960er Jahre erinnern. Tatsächlich sind hier damals in der Nähe einige Szenen abgedreht worden.

In der kleinen, engen Altstadt tummeln sich Gruppen von Touristen. Alle strömen zu der berühmten Brücke zu. In den Basaren und Läden locken die Verkäufer den Vorbeigehenden mit Souvenirs und lokalem Essen. Aber auch Überbleibsel des Krieges und der jugoslawischen Ära werden angeboten. So finden sich alte Militärhüte, Messer und Abzeichen in den Flohmärkten. Als ich so durch die Gassen schlenderte, begegnete ich vier netten, jungen Damen aus Kuala Lumpur, mit denen ich mich bereits in Kotor gut unterhalten hatte. Etwas Zeit für einen Austausch und ein Selfie musste sein, bevor alle wieder ihre Reise fortsetzten.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #52: Kotor/Montenegro

Als ich vom angeblich einzigen Fjord ausserhalb Skandinaviens hörte, wusste ich, dass ich dorthin wollte. Was Kotor wirklich so einzigartig macht, war nicht nur die herrliche Bucht, sondern auch die uralte Altstadt, über der eine Festung wacht. Herumschlendern, Kirchen von innen und aussen bewundern und die zahlreichen Besuchergruppen von Kreuzfahrtschiffen beobachten, während ich Kaffee schlürfe. Kotor ist gemütlich.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #47: Thessaloniki

An jeder Ecke stehen Zeugen vergangener Kulturen. Sie scheinen in die Stadt eingewebt zu sein, und Leben als Stolz der Nation weiter. Wo immer ein Loch in Boden gegraben wird, werden neue Ruinen entdeckt. Gotteshäuser wurden restauriert, damit die altertümlichen Zeremonien darin weitergegeben werden können.

Aber auch das moderne Stadtleben ist nicht zu übersehen. Morgens zwängen sich Autos durch die engen Strassen. Die vielen Motorräder fallen mir besonders auf. Anders als in den Ländern zuvor, sieht man auch grosse Motorräder durch die Strassen rollen und zu auf parkieren. Die Uferpromenade wirkt dafür noch leer und verlassen. Nur wenige Spaziergänger und Jogger nutzen die morgendliche Kühle. Mit steigendem Verkehrsaufkommen mache ich mich auch auf den Weg, denn lange wollte ich mich nicht in der Stadt aufhalten.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #44: Ein Rundgang durch die Geschichte von Skopje

Ursprünglich plante ich nur eine Nacht mit kurzem Spaziergang in der Hauptstadt von Mazedonien. Schnell wurde mir aber klar wie viel Geschichte die Vergangenheit in diese Stadt gepackt hatte. Von wechselreichen Herrschern und Völker, zu Geburt von grossen Eroberer und heiligen Schwestern und monumentalen Bauten.

In der Unterkunft lernte ich auch zwei sympathische Deutsche kennen, denen ich mich für eine Stadtführung anschloss. Vom Geburtsort von Mutter Teresa zum Platz mit dem Monument des Alexander des Grossen, durch den alten Basar hinauf in das befestigte Fort. In den drei Stunden erfuhren wir von unserem Guide Mihail allerhand Interessantes.

Spontan beschlossen vier Mitglieder der Stadttour auf den nahen Berg mit dem grossen Millennium Kreuz zu gehen. Ich durfte mich wiederum anschliessen. Wir bestiegen die Gondelbahn, die uns in die Höhe brachte, und uns eine beraubende Sicht über die Stadt und die Umgebung eröffnete. Der Abstieg nahmen wir sportlich unter die Füsse, folgten einem kleinen Pfad, der eigentlich für Mountainbikes angelegt wurde.

Nach kleiner Rast wurde es dann Zeit für eine abendliche Stadtbesichtigung, inklusive Imbiss und Bier natürlich.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #42: Der Schädelturm in Nis/Serbien

Kurz nach der Grenze zu Serbien empfängt mich ein enges Tal mit herrlichen Kurven. Dahinter fand ich Nis, ein kleiner Ort mit grosser Vergangenheit. Es lag schon immer an wichtigen Handelswegen und deshalb auch immer wieder umkämpft.

Der Besitzer des Hostels konnte zwar kein englisch, versuchte mir aber doch die Geschichte seiner Stadt näher zu bringen. Vor allem machte er mich auf die vielen Sehenswürdigkeiten aufmerksam. Einige Sachen waren geschlossen, aber der alte Schädelturm war zur Besichtigung offen. Nach einer Schlacht, in dem die Osmanen die aufsässigen Serben bezwangen, richteten die Sieger einen Turm auf, in dem sie Hunderte von Schädeln der Gefallenen einmauerten. Es diente seither als Mahnmal und Abschreckung.

Nach einem Rundgang mit weiteren Sehenswürdigkeiten, fand ich das empfohlene Restaurant. Erstaunlich scharf wurde mir der serbische Salat serviert, schmeckte aber wie die anderen Gerichte währschaftlich gut. Ein Bier kühlte dann die Kehle wieder und brachte eine angenehme Müdigkeit.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #39: Der Charme von Bukarest

Der äussere Ring von Bukarest scheint aus grauen, eintönigen Plattenbauten zu bestehen. Das Herz von Bukarest bildet aber eine pittoreske Altstadt. Orthodoxe Kirchen, grosse Herrschaftshäuser und schön angelegte Stadtpärke. Ein riesiger Boulevard führt zum protzigen ‚Palast des Volkes‘, das vor allem einem Zweck zu dienen scheint: Das Volk mit schierer Grösse zu beeindrucken. Und das tut es auch. Ein monumentaler Bau, vor dem sich der einfache Mensch klein und nichtig vorkommt.

 

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #36: Die Burg Akkerman in Bilhorod-Dnistrovskyi

Die Stadt Bilhorod-Dnistrovskyi liegt südlich von Odessa am Schwarzen Meer. Eine strategische wichtige Position, die seit jeher besiedelt wurde. Darum ist es auch nicht verwunderlich, hier eine grosse Burganlage zu finden. Nach der Feriensaison ist es besonders ruhig und ich hatte die Anlage fast für mich alleine. Ich schlenderte also gemütlich darin herum, erklomm die Zinnen, kämpfte gegen anstürmende Drachen und befreite gefangen genommene Prinzessinnen…

Auf der Suche nach einem netten Cafe stoppte ich an einem Park, der die Helden vergangener Kriege huldigt. Kanonen und ein echter Radpanzer wurden neben vergoldetem Soldatendenkmal aufgestellt. Hier wird nicht an die Gräuel der Kriege erinnert und ermahnt, die Zukunft friedlicher zu gestalten, sondern propagiert den Heroismus und huldigt den Kampf.