OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #18: Tour nach Transkarpatien

Transkarpatien? Noch nie davon gehört. Dann erzählt mir meine Gastgeberin in Uzhhorod, dass ich mich bereits im Hauptort dieses ukrainischen Gebietes befinde. Sie gibt mir weitere Tipps für die Streckenwahl, rät mir aber erst die Altstadt von Uzhhorod zu besichtigen. Ja klar, es ist ja nicht weit in die Bergwelt von Transkarpatien, erwidere ich. Nicht weit, aber schlechte Strassen dort, warnt sie.

So nehme ich in der Innenstadt einen herzhaften Brunch und den obligaten Cappuccino zu mir und setze mich voller Vorfreude auf die Honda. Zügig ging’s los. Nur LKW’s bremsten das Fahrvergnügen auf kurvigen Hauptstrassen. Dann aber bog ich Richtung Nationalpark Synevir ab, wo ich zwischenzeitlich bereits eine Unterkunft buchte. Die vermeintlich ruhige Waldstrecke entpuppte sich als holprige, von Asphaltflicken und Schlaglöcher übersäte Strasse. Immer wieder katapultierte mich eine Bodenwelle aus dem Sitz und brachte die Honda ins Schlingern. Langsam und konzentriert nahm ich jede Kurve, immer bereit auf das nächste Hindernis, ob Schlagloch, gemächliche Kuh oder langsames Pferdefuhrwerk.

Ein einsames Haus auf einem Grat versprach Kaffee. Ich fragte nach einem kleinen Imbiss. Einer gemeinsamen Sprache nicht mächtig, artikulierte ich ein internationales „Sandwich“, worauf ich nur Kopfschütteln erntete. In einem Wortschwall pickte ich sinngemässe Aussagen heraus wie; kein Sandwich, kein Burger, hier gibt’s nur ukrainisches Essen. Nicht russisch, nicht tschechisch, aber echte ukrainische Kost. Okay, das wäre mir sogar sehr recht, solange kein Fleisch drin ist. „Ahh, Vegetarianskji“ antwortet der bullige Kerl verständnisvoll. Daraufhin serviert er mir eine Gerstensuppe, Tomaten-Gurkensalat mit viel Zwiebeln und einen (vermutlich) Maisbrei mit Schafskäse. Dazu ein Getränk, das mich sehr an Holundersaft erinnert. Selbst hergestellt, erklärt er stolz. So gesättigt setze ich meine Fahrt fort.

Doch meine Freude währte nicht lange. Kurz vor Menem Ziel bemerkte ich ein zunehmendes Schlingern und Schaukeln des Motorrades. Ich schrieb das erst dem Strassenzustand zu, musste aber dann feststellen, dass der Stossdämpfer Öl verliert und damit unbrauchbar wurde. Und das hier in den tiefen Wälder von Transkarpatien.

Immerhin erreichte ich die Unterkunft einige Kilometer ausserhalb eines schnuckeligen Dorfes mit schöner Holzkirche. Besitzer hiessen mich an einem grossen Gebäude willkommen, das früher als Jugendherberge und Schulausflugs-Zentrum diente. Nun steht es die meiste Zeit leer. Mein Zimmer durfte ich selber auswählen, das Haus gehörte nun für zwei Tage ganz mir. Der Besitzer zog wieder ab und liess mich im knarrenden Haus buchstäblich im Wald stehen. Hier verbringe ich also abends am Laptop tippend, gucke die langen, leeren Gängen entlang und kann die Bilder vom Film ‚Shining‘ nicht ganz aus dem Kopf verdrängen …wenn nur keine Zwillinge mit mir spielen wollen.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #17: Einreise in die Ukraine

Der Abschiedsabend in der Slowakei konnte gar nicht besser ausfallen. Das Personal des Camping/Hotel Villa Betula feierte ihr Saisonende mit Essen, Drinks und lauter Musik. Kurzerhand wurde ich dazu eingeladen, was zu Wein, Tanz und neuen Freunde führte. Als ich mich dann morgens aus dem Zelt schälte schien dann auch die Sonne, was das Packen und losfahren erleichterte. Der Hohe Tatra, würdig erhebend zu meiner Rechten, und der Niedere Tatra, sanft hügelig zur Linken, standen mir Spalier, als ich gen Osten gleitete. Unverhofft tauchte dann auch noch eine grosse Burg auf einem Hügel am Wegesrand auf, als ob die Slowakei nochmals ihr Bestes zeigen wollte.

Das tat sie auch nochmals in Kosice, der letzten grösseren Stadt vor der Grenze. Ein kurzer Kaffeestopp an der Kathedrale musste reichen. Einen grösseren Rundgang, so befürchtete ich, würde mich an der Grenze, zeitlich in die Enge treiben. Und tatsächlich standen schon Kilometer vor der Grenze die LKW’s auf einer Spur. Die Fahrer warteten geduldig in ihrer Kabinen, tranken Kaffee, telefonierten oder unterhielten sich draussen untereinander. Ich zog an der LKW-Schlange vorbei. Am Zoll wurde ich dann mit einer um so kürzeren Wartezeit überrascht. Die paar Autos vor mir wurden speditiv abgefertigt. Pass und Wagenpapiere aushändigen, die schon mal zur Bearbeitung zu Kollegen im Häuschen weitergegeben wurden, und ein kurzer Blick ins Wageninnere und Kofferraum. Bei mir zögerte der Beamte kurz, zeigte dann entschlossen auf die nähere Seitenbox und hiess mich sie zu öffnen. Kaum war der Deckel weg, griff er kurz rein, war aber dann auch schon wieder fertig mit der Inspektion.

Auf der ukrainischen Seite ging’s sogar noch schneller. Nur zwei Autos waren vor mir. Dann zeigte ich meinen Pass, ein Stempel wurde nach kurzem durchblättern eingedrückt und eine weitere Beamtin tippte etwas in einen Computer. Nach etwa sieben Minuten  war ich offiziell in die Ukraine eingereist. Zur Begrüssung stand eine propagandistische Statue vor der untergehenden Sonne und winkte mich herein. Was ich als erstes bemerkte, waren die schlechten Strassen im Grenzort Uzhhord. Ich musste mich nicht nur auf die kyrillischen Strassenschilder, sondern auch auf Unebenheiten der Fahrbahn und Schlaglöcher konzentrieren. Einiges Suchen und Fragen später fand ich den Wohnblock meiner AirB&B Gastgeberin. Weder war der Briefkasten beschriftet, noch eine funktionierende Klingel zu finden. Zum Glück hatte ich aber bereits eine ukrainische SIM-Karte zuvor besorgt, und so fand ich mich dann in der gemütlichen Wohnung ein. Meine Gastgeberin war sehr bemüht, einerseits einen sicheren, bewachten Parkplatz für meine Honda zu finden, anderseits mir auch etwas leckeres aufzutischen. So begann mein Ukraine Aufenthalt in gemütlicher Atmosphäre.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #16: Kurze Tour in der Niederen Tatra

Nachdem ich in der Hohen Tatra überraschend schöne Ecken entdeckte, wollte ich nun auch noch einen Kurztrip in die Niedere Tatra wagen. Gerade rechtzeitig kam ich zur Tour in die ‚Eishöhle‘. Von der Natur tief ins Gebirge gegrabene Gänge führten in eine kalte Dunkelheit. Hier unten hält sich tatsächlich das Eis das ganze Jahr über und formt skurrile Skulpturen. Gut nachvollziehbar, dass im Mittelalter gefundene Bärenknochen für Überbleibsel von Drachen gehalten wurden. Naja, vielleicht hausten die ja wirklich hier.

Im Nachbartal besuchte ich die grösste Holzkirche Slowakiens, oder gar der Welt, je nach Quelle. Kein einziger Nagel oder sonstiges Metall wurde verbaut. Alle tragende Teile und auch der Altar sind aus Holz gefertigt. Nur eine Minute vor dem Schliessen der Kirche wurde ich noch kurz rein gelassen. Trotz der monumentalen Grösse von innen, wirkt das Holz freundlich, warm und heimelig.

Und dann war noch das kleine Dorf, nicht weit von meinem Camp entfernt. Ein Geheimtipp soll die Ruine einer Kirche sein, dessen Holzturm noch erhalten ist. Stolz und unbändig ragt der Turm über die verwachsenen Ruinen empor. Hinter dem einfachen Bauerndorf türmt sich das Tatra-Gebirge, gibt der ganzen Szenerie einen malerischen Anstrich.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #15: Die Holzkirchen der Hohen Tatra

Von der Existenz von typischen, einzigartigen Holzkirchen der Region erfuhr ich erst von  Lui und Steffi ( www.comewithus2.com ), die ich hier traf. Hellhörig geworden, beschloss  ich den trüben Tag mit kulturellen Highlights zu füllen. Mit leichtem Gepäck kurvte ich die Honda in die Hohe Tatra hinauf, genoss den Fahrtwind und die Kurvenschrägen. Die Tatra erinnert mich an Schwarzwald, nur schwärzer, oder waldiger. Als sich der Wald bei Zuberec lichtete, erscheint ein Schild, das auf ein Freilichtmuseum hinweist. Einfach hinfahren. Ein ganzes Dorf mit Holzkirche, Bauernhäuser, Wassermühle und Gärten dokumentieren das traditionelle Leben der Region. Tolle Einblicke, nett umgesetzt. Auch der einsetzende Regen ist ganz typisch, erklärt man mir. So hautnah wollte ich dann die Region doch nicht kennen lernen. Trotz langer Kaffeepause in der Mühle, hielt der Regen an, ging in feinen Nieselregen über.

Ich packte mich wasserdicht ein und fuhr weiter nach Tvrdosin, wo eine UNESCO- Weltkulturgeschützte Holzkirche steht. Mit mir kam ein Bus voll Rentner an, die sich pilgermässig in die Kirche begaben. Erst ärgerte ich mich wegen den ungewollten Statisten vor meiner Kamera, realisierte dann aber, dass dank dieser Tourgruppe die Kirche erst geöffnet wurde. So konnte auch ich den holzgeschnitzten Altar bewundern und fotografieren. Ich musste mich nur etwas gedulden bis die Gruppe wieder Richtung Bus pilgerten.

Bei der dritten Kulturstätte, die ebenfalls zur UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Holzkirche von Lestiny, war ich wieder ganz allein. Und ausgeschlossen. Immerhin hatte sie ein Vordach, das mich vom erneuten Regenguss schützte. Das erstaunliche an all den Holzkirchen sind die so unterschiedlichen Formen und Architekturen, die sie haben. So ist jede, trotz einigen Gemeinsamkeiten, ein Unikat an Gotteshäuser.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #14: Banksa Bystrica, die Perle in den Tatra Bergen

Gut ausgebaute Strassen mit langezogene Kurven führen von Ungarn nach Slowakien. Immer weiter nördlich führt mich der Weg, direkt auf’s Tatra Gebirge zu. Eigentlich weiss ich gar nicht was mich dort erwartet. Es sah auf der Karte nur verheissungsvoll aus. Bevor ich aber das Donaugebiet verlasse, stoppe ich für ein Foto an. Ein Auto hält kurz darauf, lässt die Scheibe runter und eine Frau zeigt mir ihren hochgereckten Daumen. Fragend blicke ich zurück, worauf sie „Okay?“ fragte. Sie stieg aus dem Auto aus, nimmt ihren eigenen Helm aus der hinteren Sitzbank und gibt mir zu verstehen, dass sie auch Motorradfahrerin ist. Und Motorradfahrer kümmern sich für einander. Gerührt bedanke ich mich, worauf sie mir noch ein Maskottchen übergibt, etwas wie ‚Angry Bird‘ oder ‚Furby‘. Vielleicht sollte ich ihn ‚Angry Furby‘ nennen, oder noch besser ‚Flying Furby‘? Hupend zieht jeder wieder seines Weges.

Als ich in Banksa Bystrica einfuhr, landete ich direkt beim Marktplatz. Nichts einfacheres als sich den ersten Cappuccino zu leisten und den Sonnenschein für einen kurzen Stadtrundgang zu nutzen. Ein alter Mann grüsste höflich, freute sich über meinen offensichtlichem Gefallen am Ort. Er kommt aus Bratislava, erklärte er, aber findet diesen Ort am Fusse der Tatra schöner zu leben. Ich konnte ihm beipflichten. Gepflegte Gebäuden, sauberer Marktplatz und blumengeschmückte Brunnen zieren dieses Kleinod. Ich überlegte sogar in der Nähe mein Nachtlager aufzuschlagen, beschloss dann aber trotz aufziehenden Wolken noch einige Kurven mehr unter die Räder zu nehmen. Immer tiefer mäandert der Weg ins Tatra Gebirge, bis ich am Liptovska See ein geeigneten Camping finde.

Ich wähne mich bereits alleine auf dem weitem, sattem Grün, als ein Fahrzeug mit Schweizer Kennzeichen auftauchte. Das Paar, das dem blauen Campingbus entstieg, kam mir sofort bekannt vor, konnte die zwei samt ihrem Bus auch gleich zuordnen. „Hallo“, sprach ich sie an, „euch kenne ich doch als Vlogger mit You-Tube-Kanal.“ Steffi und Lui haben sich vorgenommen, alle Länder Europas mit ihrem Bus „Karl“ zu bereisen. Aus dem vermeintlich ruhigen Abend, wurde es ein gemütlicher und spannender Austausch. Nichts ist kurzweiliger als mit Gleichgesinnten zusammen zu sitzen.

Wer ebenfalls die zwei sympathischen Reisenden kennen lernen will besucht am Besten ihren website/blog: http://comewithus2.com oder besucht ihren Youtube-Kanal 

 

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #13: Das Szechenyi Thermalbad in Budapest

Die Wahl war brutal einfach: Entweder auf dem Motorrad nass werden oder im warmen Nass in einem der berühmten Thermalbäder planschen. Ich suchte mir das Szechenyi Thermalbad aus. Schon der Name wirkt authentisch. Am Empfang bekam ich ein Magnetarmband und, für einen kleinen Aufpreis, eine winzige Privatkabine zugeteilt. Sofort eilte ich zum ersten Pool. Wohlige Wärme umschloss mich, liess mich in Tagträume sinken. Um nicht ganz tatenlos zu sein wollte ich ins nächste Becken wechseln, das Schwimmbecken. Dort wurde mir aber der Zugang verweigert. Nur mit Badekappen, wie ein Schild und der Bademeister streng darauf hinwiesen. Während Hunderte von Badegäste in der restlichen Badeanlage ihre Haare wild dem Wasser preisgeben durften, sogar, gegen das beschilderte Verbot, ihre Biergläser und Drinks ins Wasser nahmen, wurde im Schwimmbecken strikt auf Kopfhygiene geachtet. Kopfschüttelnd schlenderte ich in den Innenbereich, tauchte mal in das kühlere, dann wieder ins warme Becken. Unter Kuppeln dösend oder zwischen Säulen treibend vergeht die Zeit. Auch Sauna und Dampfbäder fehlten nicht. Bei dem sonntäglichen Andrang wirkten diese aber eher einem Bienenstock. Gruppen von jungen Touristen, vor allem aus England, wurden ihrem Ruf gerecht. Johlend traten die Neulinge in die Sauna, keuchten nach wenigen Minuten ob der Hitze und tauchten prustend ins Kaltwasserbecken. Ich traf sie dann wieder in den Aussenbäder, wo die Partygeneration von den wenigen Einheimischen konsternierte Blicke ernteten. Ich lehnte mich in einer ruhigen Ecke zurück bis die Dunkelheit über die Bäder hereinbrach. Für eine Weile noch genoss ich das besondere Abendlicht, das sich mit dem altgelbem Licht der Badeanstalt mischt, bevor ich, warm und wohlig, den Weg in mein Camp antrat.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #10: Stippvisite in Wien

Eigentlich wollte ich Wien auslassen und direkt in die Slowakei reisen. Doch dann überwog der Wunsch einer kurzen Visite in die geschichtsträchtigen Stadt. Nicht ganz unbeteiligt waren Reisefreunde, die ich wieder mal treffen wollte. Die Zeit bis zum Wiedersehen verbrachte ich mit touristischem Sightseeing in der Innenstadt. Immer wieder faszinieren mich die detaillierten Ausarbeitungen von Skulpturen, die monumentalen Bauten und prächtig angelegten Gärten und Parks. In einem solchen beobachtete ich eine junge Russin, die eine Szenerie auf Leinwand bannte. Mit dem Verkauf der Bilder finanziert sie sich den Lebensunterhalt und „ermalt“ sich so ihre Reise.

Ums Reisen drehten sich auch viele Gespräche mit Freunde, aber auch über das Leben in Wien und allgemein. Dazu gehört natürlich ein echtes Wiener Cafe oder ein abendliches Bier in einer der populären Plätze, von denen es viele in der Stadt gibt.

Eigentlich könnte man Tage und Wochen in dieser mit Geschichten vollgepackten Stadt verbringen, doch eine Kaltwetterfront mit Temperatursturz und Regen bestärkten meine Weiterreise nach Osten. Und ich bin mir gewiss, Wien ist ein Ort an dem man immer wieder zurückkehrt.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #8: Brno’s Unterwelt

Brno ist besuchenswert, sagten sie. Und sie hatten recht. Vom Schlosshügel sieht man über die Stadt, orientiert sich an den Kirchtürmen und an den Plätzen der Stadt. Doch gewisse Dinge liegen in Brno verborgen. Tief unter der Oberfläche. Es gibt unter den Kirchen Grüften mit gestapelten Gebeinen und unter den Plätzen haben sich labyrinth-artige Tunnelsysteme und Keller entwickelt. Sie wurden gebaut als die aufstrebende Handelsstadt im Mittelalter immer mehr Lager und Kühlräume brauchte. Man buddelte einfach die Keller tiefer unter die Marktplätze und verknüpfte sie schliesslich unterirdisch. Diese Besonderheit von Brno durfte ich mir nicht entgehen lassen und war ein Halt in der Stadt wirklich wert.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #7: Der berühmte Marktplatz von Kromeriz

Der Rückfahrt von Polen nach Tschechien führt auf herrlicher Motorradstrecke durch die Böhmischen Schweiz. Immer weiter ziehen sich die Kurven bis ich kurz vor Kromeriz stehen bleibe. Ich bekam ein Übernachtungsangebot von Karel, der mich herzlichst bewirtete, Bier und Slibowitz ausschenkte und sehr besorgt um einen sicheren Platz meiner Honda war.

Am nächsten Morgen fand ich dann einen um so schöneren Parkplatz direkt auf dem UNESCO geschützten Marktplatz von Kromeriz. Ein leckeres Frühstück und kleiner Stadtrundgang folgten. Dabei begegnete ich Hare Krishna Anhänger, die singend und tanzend durch den Ort zogen. Sie hätten eine Farm, auf der sie leben und meditieren, erklärt mir ein Anhänger der Glaubensrichtung. Er lud mich herzlich ein, ihnen auf diese farm zu folgen. Doch mein weg führt mich weiter Richtung Süden nach Brno…

 

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #6: Wroclaw und seine Zwerge

Keine Frage: Wroclaw ist eine weitere sehenswerte Stadt, die sich wie Perlen auf meiner Motorradtour in Osten aneinanderreihen. Mögen viele dieser Städte auch eine ähnliche Vergangenheit haben, schon vor Jahrhunderten auch durch adelige Heirat und/oder Handel verknüpft gewesen sein, so birgt aber auch jede Stadt einige Besonderheiten, die sie auszeichnet. In Wroclaw, oder zu deutsch Breslau, sind es die witzigen Zwerge, die in der ganzen Innenstadt verstreut und versteckt sind. Unwillkürlich hält man Ausschau nach ihnen. So bekommt ein Stadtrundgang zusätzliche Würze.