Italien. Erst mal einen richtigen Cappuccino trinken. Ich muss zugeben, ich wusste nichts von Rimini, ausser, dass es schöne Strände geben soll. Die Altstadt überraschte mich dann mit grossen Stadttoren, römischen Ruinen und mittelalterlichen Bauten. Die Plätze und Cafés waren voll von Menschen, die das schöne Herbstwetter genossen. Die Betriebe an den Stränden hingegen fielen bereits in Winterschlaf. Ein kalter Wind wehte über den Sand den wenigen Spaziergänger entgegen. Die meisten Restaurants hatten geschlossen, verweigerten mir Schutz vor dem Wind. Dann aber fand ich doch noch eine Gaststätte, die mich mit typisch italienischen Speisen und Getränke versorgte: Pizza und Wein.
Kategorie: history
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #60: Ljubljana / Slowenien
Früh überquerte ich die Grenze von Kroatien nach Slowenien, wurde dann aber gleich von der Polizei angehalten. Vor strenge Geschwindigkeitskontrollen wurde ich gewarnt, erwartete dies aber nicht innerhalb der ersten Kilometern nach der Grenze. Den Gasgriff betätigte ich darauf etwas sachter, schaffte es aber gerade noch für einen geführten Stadtrundgang durch Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien. Dabei lernte ich einiges über Geschichte, Architektur und den Drachen, der im Schlossberg hausen solle. Ihm wurde nicht nur eine Brücke gewidmet, sondern er ist auch in der Flagge der Stadt verewigt.
Auf der Suche nach dem Drachen, und anderen geheimnissen der Stadt, machte ich mich auf den Schlossberg, erkundete die Gassen der Stadt, schlich mich in die Kathedrale und naschte am Markt. Und natürlich durfte ein Kaffee mit Blick zum Schloss nicht fehlen.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #58: Dalmatien mit Trogir und Zadar
Wenn auch die Wassertemperaturen sanken, so lachte doch die Sonne und gab mir unterwegs herrliche Ausblicke auf die dalmatische Küste mit ihren wundervollen Inseln, Strände und Städte. Zwei weitere Orte, Trogir und Zadar, besuchte ich auf dem Weg nach Norden. Tagsüber laden angenehme Temperaturen zu einem Kaffee im Hafen ein, oder zu einem Stadtrundgang in der heisseren Mittagszeit. Am Abend winkt die Sonne zum Abschied zu und verschwindet mit einem Feuerzauber am Himmel.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #56B: Sarajevo
Der Besuch der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina war erst nicht geplant. Das sonnige Herbstwetter und eine schöne Motorradroute führte mich dann doch dahin. Bereut hatte ich es bestimmt nicht, im Gegenteil, ich nahm mir vor nochmals dahin zu fahren. Die beeindruckende Stadt wartet mit viel alter und neueren Geschichte auf, kulinarische Eigenheiten und interessanten Bauten. Beim bosnischen Kaffee erzählt mir der Besitzer des Hostels einiges aus seinem Fundus über das Wissen der Stadt und Region. Aber auch der Spaziergang durch die Altstadt, mit seinen Handwerksmärkten, Kaffeehäuser, alten Karawanserei und sakralen Bauten, bestärkten mich eines Tages wieder zu kommen um mehr zu erfahren.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #56a: Die Brücke von Mostar
Bosnien und Herzegowina. Ein Land, das in den 90er Jahren wegen Balkankrieg oft in den Medien war. Darunter auch Mostar, und dessen uralte Brücke, die die Altstadt beidseits des Flusses Neretva verbindet. Diese Brücke wurde im Krieg zerstört und später wieder aufgebaut.
Ein Blick auf die Karte und in den Himmel, versprach ein herrlicher Tag für eine Motorradtour. Von der Strecke, wie auch vom Wetter her. Kurven führen von der Küste hinauf in eine karstige Hügellandschaft, die an die Winnetou Filme der 1960er Jahre erinnern. Tatsächlich sind hier damals in der Nähe einige Szenen abgedreht worden.
In der kleinen, engen Altstadt tummeln sich Gruppen von Touristen. Alle strömen zu der berühmten Brücke zu. In den Basaren und Läden locken die Verkäufer den Vorbeigehenden mit Souvenirs und lokalem Essen. Aber auch Überbleibsel des Krieges und der jugoslawischen Ära werden angeboten. So finden sich alte Militärhüte, Messer und Abzeichen in den Flohmärkten. Als ich so durch die Gassen schlenderte, begegnete ich vier netten, jungen Damen aus Kuala Lumpur, mit denen ich mich bereits in Kotor gut unterhalten hatte. Etwas Zeit für einen Austausch und ein Selfie musste sein, bevor alle wieder ihre Reise fortsetzten.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #55: Dubrovnik
Die schiere Masse von Touristen schlägt mich fast wieder aus der Stadt. Wo man hinguckt sieht man Menschen. Sie stehen vor Kirchen, gehen gruppenweise durch die Gassen, schlürfen als Paare ihre Kaffees, lecken ihr tropfendes Eis, sitzen müde auf Sockeln von Statuen oder verbringen schwatzend die Zeit auf Treppen sitzend.
Dabei sah die Stadt von der Küstenstrasse so herrlich aus. Mächtig stehen ihre Mauern gegen das Meer. Doch bereits wenn man auf diesen Mauern herumgehen will, muss man tief in die Tasche greifen. Seit die mittelalterliche Stadt als Filmkulisse für eine berühmte Fernsehserie (Games of Thrones) herhalten musste, nahm nicht nur der Tourismus zu, sondern stiegen auch die Preise. Trotzdem gönnte ich mir einen Cappuccino mitten drin. Dann schlenderte ich weiter durch die Gassen, beobachtete eine Hochzeitspaar, und wunderte mich wie der Fotograf die Massen aus den Bildern freihält. Ich versuchte ebenfalls einige Eindrücke festzuhalten, scheiterte oft an Touristen, die ins Bild laufen. Erst nach einer Weile fand ich einige ruhigere Gassen, in denen ich die Stadt auf mich einwirken lassen konnte. Dann verschwand langsam die Sonne hinter dem Horizont und machte Platz für ein sanftes Abendrot, bis die blaue Nacht sich über die Stadt legte. Ruhiger wurde es aber nicht darin. Erst als ich die gewaltigen Stadtmauern hinter mir liess, umschloss mich die Ruhe der Nacht.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #53: Kotor – Burg und Meer
In der morgendliche Frische stieg ich zur Burg hoch. Steile Treppen brachten mich schnell hoch über die Altstadt und eröffneten mir eine wunderbare Sicht über die Bucht. Weit draussen hatte über Nacht ein Kreuzfahrtschiff geankert. Bevor die Masse hier oben ankommt, möchte ich einige ruhige Minuten verbringen. An Einsiedlerhöhlen und Kapellen vorbei bis ans Eingangstor der Burg. Sie ist grösstenteils verfallen. Decken sind eingestürzt, Wände mit Grüssen und Parolen verschmiert und Wände eingefallen. Die Aussicht über Stadt, Bucht und Berge aber ist unglaublich schön. Nach einem Kaffee und hausgemachten Käse auf der nahen Berghütte ging’s runter zum Meer, denn einmal musste ich zumindest kurz in das bereits kühle Mittelmeer tauchen.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #49: Die Felsenklöster von Meteora
Die Fahrt durch den herbstlichen Wald alleine war es schon wert früh aufzustehen. Als dann die pittoresken Felsformationen in Dicht kamen, blieb mir einen Moment der Atem weg. Über dem alles thronen die Felsklöster von Meteora.
Vor hunderten von Jahren erbaut, ist ihr Anblick immer noch faszinierend. Früher nur über Strickleiter erreichbar, wurden später Treppen in Fels geschlagen. Dennoch sind die Aufstiege zu den einzelnen Klöster schweisstreibend. Der Ausblick und die Anlagen selber entschädigen für jede erklommene Stufe.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #44: Ein Rundgang durch die Geschichte von Skopje
Ursprünglich plante ich nur eine Nacht mit kurzem Spaziergang in der Hauptstadt von Mazedonien. Schnell wurde mir aber klar wie viel Geschichte die Vergangenheit in diese Stadt gepackt hatte. Von wechselreichen Herrschern und Völker, zu Geburt von grossen Eroberer und heiligen Schwestern und monumentalen Bauten.
In der Unterkunft lernte ich auch zwei sympathische Deutsche kennen, denen ich mich für eine Stadtführung anschloss. Vom Geburtsort von Mutter Teresa zum Platz mit dem Monument des Alexander des Grossen, durch den alten Basar hinauf in das befestigte Fort. In den drei Stunden erfuhren wir von unserem Guide Mihail allerhand Interessantes.
Spontan beschlossen vier Mitglieder der Stadttour auf den nahen Berg mit dem grossen Millennium Kreuz zu gehen. Ich durfte mich wiederum anschliessen. Wir bestiegen die Gondelbahn, die uns in die Höhe brachte, und uns eine beraubende Sicht über die Stadt und die Umgebung eröffnete. Der Abstieg nahmen wir sportlich unter die Füsse, folgten einem kleinen Pfad, der eigentlich für Mountainbikes angelegt wurde.
Nach kleiner Rast wurde es dann Zeit für eine abendliche Stadtbesichtigung, inklusive Imbiss und Bier natürlich.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #43: Spaziergang durch Pristina/Kosovo
Die Staatengemeinschaft ist sich nicht ganz einige über den definitiven Status von Kosovo. So zählt es nach einer UNO-Resolution noch zu Serbien. Und doch hat Kosovo eine de-facto-Regierung, eigene Grenze, die von Beamten und Militär bewacht wird und führte als Währung den Euro ein. In der Hauptstadt Pristina machte ich einen Kaffeestop und konnte es mir nicht nehmen lassen, einen Spaziergang durch die Innenstadt zu machen. Viele Leute geniessen das herrliche Spätsommerwetter in Cafes und beim Bummeln durch die Einkaufsmeile. Neue Gebäude werden errichtet, darunter auch Geschäftshäuser und Kirchen. Es lebt und wuselt. Die Strassen scheinen permanent mit dem Verkehr verstopft zu sein. Und doch fehlt der Stadt ein eigener Charme, die soviel andere platze ausmachen. Das war vielleicht mitunter ein Grund mich wieder auf die Honda zu setzen und die südliche Grenze von Kosovo nach Mazedonien zu überqueren.
