Entlang der Bucht von Kotor gibt’s mehrere altertümliche Dörfer, die einen Besuch wert sind. Vor allem Perast mit den vorgelagerten Inseln und Herceg Novi sind sehenswert. Das Wetter lud mich dazu ein, eine Fahrt entlang der Bucht zu machen, um in diesen Dörfern das Panorama beim gemütlichen Kaffee zu geniessen.
Monat: Oktober 2017
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #53: Kotor – Burg und Meer
In der morgendliche Frische stieg ich zur Burg hoch. Steile Treppen brachten mich schnell hoch über die Altstadt und eröffneten mir eine wunderbare Sicht über die Bucht. Weit draussen hatte über Nacht ein Kreuzfahrtschiff geankert. Bevor die Masse hier oben ankommt, möchte ich einige ruhige Minuten verbringen. An Einsiedlerhöhlen und Kapellen vorbei bis ans Eingangstor der Burg. Sie ist grösstenteils verfallen. Decken sind eingestürzt, Wände mit Grüssen und Parolen verschmiert und Wände eingefallen. Die Aussicht über Stadt, Bucht und Berge aber ist unglaublich schön. Nach einem Kaffee und hausgemachten Käse auf der nahen Berghütte ging’s runter zum Meer, denn einmal musste ich zumindest kurz in das bereits kühle Mittelmeer tauchen.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #52: Kotor/Montenegro
Als ich vom angeblich einzigen Fjord ausserhalb Skandinaviens hörte, wusste ich, dass ich dorthin wollte. Was Kotor wirklich so einzigartig macht, war nicht nur die herrliche Bucht, sondern auch die uralte Altstadt, über der eine Festung wacht. Herumschlendern, Kirchen von innen und aussen bewundern und die zahlreichen Besuchergruppen von Kreuzfahrtschiffen beobachten, während ich Kaffee schlürfe. Kotor ist gemütlich.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #51: Albanien
Albanien ist bekannt für seine unberührte Bergwelt mit kleinen Dörfer und grosser Gastfreundschaft. Diese abgelegenen Gegenden habe ich vor bald mal auf vier Rädern zu erkunden. Mit dem Motorrad wollte ich aber dennoch an die Küste nach Shkodar und dem gleichnamigen See. In der Hauptstadt Tirana musste doch ein Kaffeestop eingelegt werden. Auf der Suche nach einem netten Café reihte ich mich in den vollen, chaotischen Verkehr ein. Im ‚Marko Polo‘, nach dem berühmten italienischen Reisenden benannt, wurde ich fündig.
Shkodar ist kleiner als ich dachte. Eine kleine, schöne Altstadt ist umgeben von Betonbauten. Der See wird umrahmt von hohen Bergen und gibt der Gegend eine reizende Note. Sie lockten mich hinauf, aber das muss noch etwas warten. Erst genoss ich die wirklich tolle Gastfreundschaft in Shkodar und das Willkommens-Bier meines Hostels.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #50: Lake Ohrid / Mazedonien
Durch herbstlichen Wald führt eine wenig befahrene Strasse, die das Herz eines Bikers höher schlagen lässt. Kurve um Kurve einem Fluss entlang, prächtige Farben von bewaldeten Bergen und ab und zu ein kleines schmuckes Dorf. Dann wechseln die Farben vom kräftigem Rot und Gelb in ein tiefes Blau. Der Lake Ohrid erscheint.
Das alte Städtchen Ohrid ist als UNESCO Weltkulturerbe geschützt. Der gleichnamige See bildet eine herrliche Kulisse für all die altrömischen Ruinen, Mosaiken, der mittelalterlichen Burg und den vielen Moscheen und orthodoxen Kirchen. Die berühmteste ist wohl die des Heiligen Johannes von Kaneo, etwas ausserhalb der Stadt. Sie liegt direkt über dem See und wegen ihrer pittoresken Lage gern besucht. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist frühmorgens. Ein schmaler Gehweg führt dahin, und mit etwas Glück fängt man gerade die ersten Sonnenstrahlen über der Stadt auf.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #49: Die Felsenklöster von Meteora
Die Fahrt durch den herbstlichen Wald alleine war es schon wert früh aufzustehen. Als dann die pittoresken Felsformationen in Dicht kamen, blieb mir einen Moment der Atem weg. Über dem alles thronen die Felsklöster von Meteora.
Vor hunderten von Jahren erbaut, ist ihr Anblick immer noch faszinierend. Früher nur über Strickleiter erreichbar, wurden später Treppen in Fels geschlagen. Dennoch sind die Aufstiege zu den einzelnen Klöster schweisstreibend. Der Ausblick und die Anlagen selber entschädigen für jede erklommene Stufe.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #48: Der Strand nach der Saison
Die zwei deutschen Jungs, die ich in Skopje getroffen hatte, fuhren zum Strand nach Paralia, südlich von Thessaloniki. Warum das Wochenende nicht auch am Strand verbringen, dachte ich, und fuhr ebenfalls hin. Gerade rechtzeitig um noch ein Bad im Meer in der abklingenden Nachmittagshitze zu nehmen. Am nächsten Tag kam erst gar keine Lust am Baden auf. Trüb, regnerisch und kalt zeigte sich der Herbst in Griechenland. Die wenigen Urlaubsgäste trauten sich nicht mehr aus ihren Hotel raus. Der Besitzer meiner Unterkunft, der sich hauptsächlich als Erfinder sieht, malträtierte mich mit seinen Ideen. Unter anderem stellte er mir seine, angeblich patentierte, Doppelgabel vor. Sie helfe Geschäftsleute schneller zu essen und so Zeit zu sparen, ist er überzeugt. Ich flüchtete nach draussen. In die trüben. leeren Gassen. An den einsamen Strand, wo eine steife Brise wehte. In geheizten Cafés mit guter Internetverbindung.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #47: Thessaloniki
An jeder Ecke stehen Zeugen vergangener Kulturen. Sie scheinen in die Stadt eingewebt zu sein, und Leben als Stolz der Nation weiter. Wo immer ein Loch in Boden gegraben wird, werden neue Ruinen entdeckt. Gotteshäuser wurden restauriert, damit die altertümlichen Zeremonien darin weitergegeben werden können.
Aber auch das moderne Stadtleben ist nicht zu übersehen. Morgens zwängen sich Autos durch die engen Strassen. Die vielen Motorräder fallen mir besonders auf. Anders als in den Ländern zuvor, sieht man auch grosse Motorräder durch die Strassen rollen und zu auf parkieren. Die Uferpromenade wirkt dafür noch leer und verlassen. Nur wenige Spaziergänger und Jogger nutzen die morgendliche Kühle. Mit steigendem Verkehrsaufkommen mache ich mich auch auf den Weg, denn lange wollte ich mich nicht in der Stadt aufhalten.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #46: Durch Mazedonien nach Griechenland
Eine zügige Fahrt bis nach Griechenland war geplant, als ich die Honda vor dem Hostel in Skopje startete. An den Doppeldecker-Busse der Stadt vorbei ging’s auf die Schnellstrasse Richtung Süden. Doch nicht eintönige Landschaften begleiteten mich, sondern herrliche Kurvenstrecke durch die Bergwelt. Ein herbstlich goldiger Wald bedeckt die Landschaft, unterbrochen von einem Fluss, der sich ebenfalls gen Süden schlängelt. Immer wieder wurde ich zum Anhalten angeregt, oder zumindest den Gasgriff zu lockern, um die Szenerie zu bewundern.
Die Grenzkontrolle zu Griechenland hatte ich schnell hinter mir, und befand mich dann bereits im 17. Land auf meiner Ost-/Südosteuropa-Tour. In Thessaloniki, sah ich wieder viele grössere Motorräder sah, darunter auch einige Honda Varaderos. Darum liess ich hier gleich noch meine Honda checken, die komische Geräusche machte. Der Mechaniker konnte aber nichts ungewöhnliches finden, was mich beruhigte. Also erst mal einen Kaffee geniessen, und der Honda eine Rast gönnen.
OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #45: Matka Schlucht in Mazedonien
Mazedonien hat nicht nur eine sehenswerte Hauptstadt, sondern auch viel Natur zu bieten. Dazu gehört auch die Matka-Schlucht mit der angeblich tiefsten Unterwasserschlucht Europas. Die neugewonnenen Reisefreunde nahmen mich mit ihrem Auto mit. Zusammen wollten wir die Schlucht erwandern und vor allem die besagte Höhle besuchen. Ein Pfad führte über dem Wasser immer tiefer in die Schlucht. Dann plötzlich war Schluss. Unser Ziel, die grosse Tropfsteinhöhle befand sich aber auf der anderen Seite, ohne Brücke oder Steg. Uns blieb nichts anderes übrig als zurück zu gehen und, einen Kaffee später, eine Bootstour mit zu machen. Der Blick vom Boot aus war aber ebenfalls berauschend. Die Höhle selber war dann aber nicht so tief wie erwartet, und es fehlte auch an eindrucksvollen Formen von Stalaktiten und Stalagmiten. Doch schon die Wanderung und die Bootstour waren der Aufwand wert.
