Pattaya Burapa Bike Week

Another event held in Pattaya: the annual Burapa Bike Week!

I brought you some impressions:

Greece – Arrival In Igoumenitsa

Greece. Since my brief visit in 2017 i knew i’m coming back. Due the pandemic it was difficult to make any travel plans. However, i just went off, needed a break, needed to get a glimpse beyond the horizon again.

The last working shifts was planned as nightshifts. That’s how the idea came up to travel by night since i’m in that rythm anyway. On lonely Swiss and Italian highways i covered dark 800 kilometers trough the short night. Coffee along the roads kept me awake and focused as the distance was melting with the rising sun.

Ancona was awaiting with the “Superfast” Ferry. All went smoothly. I just wished the floor i lied down was smoother too. Another night with almost no sleep was ahead me.

To my surprise Igoumenitsa wasn’t as bad as expected. A nearby campsite right at the sea offered a lovely place to camp. And in the small city of Igoumenitsa wasn’t crowded with tourists, but i found everything i was asking for. Some nice little coffee shops, few supermarkets and a shop selling me a SIM card to stay online on my trip. Not a bad start.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #50: Lake Ohrid / Mazedonien

Durch herbstlichen Wald führt eine wenig befahrene Strasse, die das Herz eines Bikers höher schlagen lässt. Kurve um Kurve einem Fluss entlang, prächtige Farben von bewaldeten Bergen und ab und zu ein kleines schmuckes Dorf. Dann wechseln die Farben vom kräftigem Rot und Gelb in ein tiefes Blau. Der Lake Ohrid erscheint.

Das alte Städtchen Ohrid ist als UNESCO Weltkulturerbe geschützt. Der gleichnamige See bildet eine herrliche Kulisse für all die altrömischen Ruinen, Mosaiken, der mittelalterlichen Burg und den vielen Moscheen und orthodoxen Kirchen. Die berühmteste ist wohl die des Heiligen Johannes von Kaneo, etwas ausserhalb der Stadt. Sie liegt direkt über dem See und wegen ihrer pittoresken Lage gern besucht. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist frühmorgens. Ein schmaler Gehweg führt dahin, und mit etwas Glück fängt man gerade die ersten Sonnenstrahlen über der Stadt auf.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #37: Durch Transnistrien nach Moldawien

Ein gutes Gefühl wieder unterwegs zu sein. An der letzten Ukraine-Tafel stieg die Spannung auf Transnistrien. Das Land hat sich 1990 von Moldawien abgetrennt, wurde aber nie vom anderen Staaten anerkannt, ausser Russland. Trotzdem hat es eine eigene Regierung, eigen Währung und eigene Grenzkontrolle.

Und die erkannte ich schon von weitem an ihren grossen Hüten, die aus der russischen Ära hinübergerettet wurden. Durch die überdimensionierten Kopfbedeckung sehen die Köpfe doch noch kleiner aus, dachte ich beim näher kommen. Wegen Sprachschwierigkeiten dauerte es eine Weile bis ich meine Reisepläne klar machen konnte. Also ein Transitvisa, beschlossen die Beamten, und händigten mir einen Zettel aus. Ein weiterer Zollbeamte wollte noch wissen, was ich einführe. Da ich aber weder Drogen, Rauchwaren, Alkohol oder Waffen mitführe, liess auch er mich passieren. Das alles ohne grosse Wartezeiten und Schmiergelder, wovor ich schon gewarnt wurde.

Natürlich musste ich in der Hauptstadt Tiraspol eine Kaffeepause einlegen. Ansonsten fand ich beim Durchfahren nichts anziehendes an der grauen Stadt. Darum ging’s nach dem Kaffee auch gleich weiter. Wobei die Ausreise etwas komplizierter wurde. Der Zöllner fragte nach einem Schein, worauf das Motorrad deklariert wäre. Hatte ich bei der Einreise nicht bekommen, und wurde auch nie erwähnt, obwohl bei der Einreise meine Maschine gesehen und begutachtet wurde. Es wäre meine Pflicht, das Fahrzeug zu deklarieren, und damit hätte ich eine Busse zu begleichen. Da haben wir’s. Diese Scheinanschuldigungen, die dazu dienen, Geld aus Reisenden zu ziehen. Ich blieb hart, und durfte dann tatsächlich mit einer Verwarnung weiterziehen.

Chisinau, die Hauptstadt Moldawiens, hat mich positiv überrascht. Im Herzen der Stadt sind zwei Parks angelegt, die Möglichkeiten zum Verweilen bieten. in einem befindet sich eine orthodoxe Kirche. Sie war gut besucht als ich mich ihr näherte. Junge Frauen, in hübschen, kurzen Röcke bedecken ihr Haar züchtig mit einem Schal oder Schleier beim Betreten der Heiligen Räume. Draussen sitzen Liebespaare auf den Bänken und spazieren junge Familien in der Alleen. Ich werde von einem jungen Paar angesprochen, die selbst auf Reisen ist. So ergibt sich ein netter kurzer Austausch auf der Strasse.

Bevor ich mich in mein Zimmer zurückziehe, geniesse ich ein Abendbier in der nahen, gemütlichen Bar und sinniere über schnelle Touren versus langsames Reisen nach. Hier würde ich definitiv noch etwas Zeit dranhängen.

 

 

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #30: Zurück auf ukrainischen Strassen

Bereits vor meiner Ankunft in Lviv bekam ich Nachricht, dass das Ersatzteil für mein Motorrad eingetroffen sei, und die Honda bis mittags wieder fahrtüchtig wäre. Ich stornierte daraufhin mein gebuchtes Zimmer. Während ich mein Koffeinspiegel noch am Bahnhof auf ein erträgliches Mass brachte, schraubten die Mechaniker die Honda wieder strassentauglich.

Kurz vor Mittag gab’s noch ein Erinnerungsfoto, dann drehte ich am Gasgriff. Bereits 30 Kilometer weiter sprang der Kilometerzähler auf die runde 140’000km! Ich nahm der Maschine das Versprechen ab, diese Zahl mindestens zu verdoppeln. Das Versprechen der Strassenkarte, auf der Achse Lviv – Uman eine gut ausgebaute Verbindungsstrasse vorzufinden, wurde hingegen nicht gehalten. Schlechter Belag, Schlaglöcher, Spurrillen von schweren LKW’s, Querrillen und Bodenwellen. Auf einigen Abschnitten wurde gebaut und ausgebessert, wobei ich die schwere Maschine über losen Schotter oder gar glitschigen Lehm balancieren musste. Eine echte Herausforderung für ein Asphaltverwöhnter.

Allen Widrigkeiten zum Trotz kam ich doch 380km weit bis nach Winnyzja. Der neue Stossdämpfer hat sich dabei bestens bewährt. Im einfachen Gästehaus kümmerten sich der Eigentümer um meine Maschine und liessen sie über Nacht in einer Waschanlage einschliessen. So konnte ich beruhigt im schwindenden Tageslicht eine kleinen Rundgang unternehmen. Typische Wohnblöcke, kleine Kirchen und grosse Monumente beherrschten das Stadtbild. Mein Hunger trieb mich am Nightclub vorbei, liess mich dann aber im Gentleman’s Cafe eintreten. Der erst nette Eindruck, einer gediegenen Atmosphäre mit freundlichem Begrüssungslächeln der Kellnerin, wurde dann aber jäh geschmälert. Mangels vegetarischen Alternative, blieb mir nur eine Gemüsepizza, die nach Karton schmeckte, die ich mit zu milchigem Cappuccino runterspülte.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #20: Eine beschwingte Fahrt nach Lviv

Was sich dem Titel nach an eine Kaffeefahrt denken lässt, war in Wahrheit ein Tortur. Okay, kann eine Kaffeefahrt auch sein. Wobei ich das Motorradabenteuer, jetzt im Nachhinein, natürlich bevorzuge. Die morgendliche Fahrt durch die nebelverhangene Bergwelt Transkarpatiens hätte was mystisches haben können, wenn da nicht die gelöcherte Strasse und das kaputte Motorrad gewesen wären. Jedes Schlagloch und jede Bodenwelle liess die Honda extrem nachschwingen. Obwohl Lviv über 200 Kilometer entfernt ist, fasste ich es als Ziel ins Auge. Die Chance dort den defekten Stossdämpfer ersetzen zu lassen, schien mir um einiges grösser als wo anders. So rüttelte und schwang ich mich mühselig von Kurve zu Kurve. Kaum war der Belag mal besser, taten sich unvermittelt riesige Schlaglöcher auf. Einmal nicht aufgepasst versinkt das Vorderrad darin und die Schwingen lassen mich in die Höhe springen. Legenden nach verschwinden hier ganze Kleinwagen in unheimlichen Schlaglöcher. Für -wortwörtlich-geschlagene hundert Kilometern folgten Schlagloch auf Schlagloch. Ich glaube man kann sich sogar an das gewöhnen.

Dann plötzlich wurde die Strasse sanft und ruhig. Ich war aus dem verwunschenen Tälern heraus. Sachte konnte ich den Gashebel aufdrehen. Bis die nächste Bodenwelle mich fast aus dem Sattel warf. Aber auch daran gewöhnt man sich und lernt die Strasse zu lesen. Diese führte mich schnurstracks zu meinem billigen Hotel ausserhalb Lviv. Für günstige 10€/Nacht durfte ich ein einfaches Doppelzimmer beziehen, also der Preis, den ich sonst für Camping bezahle.

Na, dann reicht das Budget auch noch für einen Cappuccino in der Altstadt, denke ich mir, und sitze bald darauf bei herrlichem Sonnenschein auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Die ersten Eindrücke gesammelt und auf Pixel gespeichert, vernahm ich bereits die nächste Hiobsbotschaft. Der Bankautomat rückte kein Geld raus. Es scheint, meine Bank blockte die Karte.

Kein Problem, dachte ich, und zückte triumphierend meine „back-up“-Karte. Doch auch damit weigerte sich der Automat Geld abzuheben. Nun stehe ich mit kaputtem Motorrad in der Ukraine und komme nicht an mein Geld. Das vermeintliche Restaurant beim Hotel gibt mir kein Essen aus, da sie gerade einer Festgesellschaft ein Bankett herrichtete, und das nächste Esslokal serviert mir einen überteuerten Avocado Salat, wobei die mickrigen Brotscheiben extra verrechnet werden. Zu allem Überdruss sind die Hotelwände noch so dünn. Im Dunkeln liegend, wähnte ich das schreiende Kind zu meiner rechten und das stöhnende Liebespaar zur meiner linken zu haben. Irgendwie schlief ich dann doch noch ein, und wache hoffentlich in einer besseren Woche auf…

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #10: Stippvisite in Wien

Eigentlich wollte ich Wien auslassen und direkt in die Slowakei reisen. Doch dann überwog der Wunsch einer kurzen Visite in die geschichtsträchtigen Stadt. Nicht ganz unbeteiligt waren Reisefreunde, die ich wieder mal treffen wollte. Die Zeit bis zum Wiedersehen verbrachte ich mit touristischem Sightseeing in der Innenstadt. Immer wieder faszinieren mich die detaillierten Ausarbeitungen von Skulpturen, die monumentalen Bauten und prächtig angelegten Gärten und Parks. In einem solchen beobachtete ich eine junge Russin, die eine Szenerie auf Leinwand bannte. Mit dem Verkauf der Bilder finanziert sie sich den Lebensunterhalt und „ermalt“ sich so ihre Reise.

Ums Reisen drehten sich auch viele Gespräche mit Freunde, aber auch über das Leben in Wien und allgemein. Dazu gehört natürlich ein echtes Wiener Cafe oder ein abendliches Bier in einer der populären Plätze, von denen es viele in der Stadt gibt.

Eigentlich könnte man Tage und Wochen in dieser mit Geschichten vollgepackten Stadt verbringen, doch eine Kaltwetterfront mit Temperatursturz und Regen bestärkten meine Weiterreise nach Osten. Und ich bin mir gewiss, Wien ist ein Ort an dem man immer wieder zurückkehrt.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #7: Der berühmte Marktplatz von Kromeriz

Der Rückfahrt von Polen nach Tschechien führt auf herrlicher Motorradstrecke durch die Böhmischen Schweiz. Immer weiter ziehen sich die Kurven bis ich kurz vor Kromeriz stehen bleibe. Ich bekam ein Übernachtungsangebot von Karel, der mich herzlichst bewirtete, Bier und Slibowitz ausschenkte und sehr besorgt um einen sicheren Platz meiner Honda war.

Am nächsten Morgen fand ich dann einen um so schöneren Parkplatz direkt auf dem UNESCO geschützten Marktplatz von Kromeriz. Ein leckeres Frühstück und kleiner Stadtrundgang folgten. Dabei begegnete ich Hare Krishna Anhänger, die singend und tanzend durch den Ort zogen. Sie hätten eine Farm, auf der sie leben und meditieren, erklärt mir ein Anhänger der Glaubensrichtung. Er lud mich herzlich ein, ihnen auf diese farm zu folgen. Doch mein weg führt mich weiter Richtung Süden nach Brno…

 

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #4: Prag, die Goldene Stadt

Prag, die goldene Stadt, wurde einst wegen den vergoldeten Kirchturmdächer so benannt. Diese Zeiten sind vergangen. Waren es Könige, Adlige und reiche Händler, die vor Jahrhunderte Gold und Ruhm in die Stadt brachten, sind es nun Massen von Touristen, die ihr Geld in die Stadt tragen. Trotz all dem Rummel; Prag ist noch immer ein Besuch wert, wie ich feststellen durfte.

Schon die Anfahrt von Süden, mit Zwischenstopp in Pilsen, hatte was erhabenes. Über einen Hügel rollend, erblickte ich die Stadt mit dutzenden Kirchtürmen unter mir. Eingebettet zwischen Hügeln, breitet sich die Stadt beidseitig der Moldau aus. Ich beeilte mich bei meiner Unterkunft einzuchecken, um die berühmte Karlsbrücke vor Sonnenuntergang zu erreichen. Goldenes Licht flutete über die Köpfe der Brückenbesucher. Mahnend dunkel hoben sich die religiöse Skulpturen vom rotflammenden Himmel ab. Die Burg im Hintergrund zog sich langsam in die Dunkelheit zurück.

Natürlich klapperte ich am Tag die Sehenswürdigkeiten ab. Rathaus-, Markt- und Kirchplätze, genau so wie Uferpromenade, Brücken oder Einkaufsstrassen. Ob zu Fuss, mit Tram oder Pferdekutsche, hinter jedem Ecken wartet eine neue Besonderheit Prags. Eine der Besonderheiten war ein alter Freund und Reisegenosse, der extra den langen Weg unter die Räder seiner Honda nahm, um mit mir einige Stunden in der altehrwürdigen Stadt zu verbringen. Wir schlenderten zu Schloss hoch, beobachteten amüsiert eine Wachablösung der Garde und drängten uns mit hunderten anderen Stadtbesucher durch das ‚goldene Gässchen‘. Und natürlich durfte Kaffepausen und Abendbiere mit endlosem Austausch von Reiseerlebnissen nicht fehlen.