MOTORRADTOUR 2018: Spanien, Portugal, Andorra; BEST OF!

Die Iberische Halbinsel hatte ich schon einige Male durchquert. Jedoch meist auf der Ostseite, der Mittelmeerküste entlang. Dieses mal wollte ich einem Tipp eines Freundes folgen und durch die spanische Extremadura cruisen.

Vom kleinen Küstenort Tarifa führte meine Route nach Sevilla. Die berühmte und beliebte Stadt flirrte unter der Spätsommerhitze. Trotzdem unternahm ich einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt. Viele Gassen und historische Denkmäler kannte ich von früheren Besuchen. Deshalb begnügte ich mich mit einem Rundgang und spazierte gemütlich an den wartenden Schlangen vor den Toren der Museen vorbei. Nach einem Kaffee ging’s weiter Richtung Norden bis ich spät nachmittags Merida erreichte. Erstaunt betrachtete ich das römische Aquädukt und freistehenden Säulen. Diese Fülle an römischen Erben hatte ich nicht erwartet. Auch der folgende Tag, der mich auf kurvenreichen Umwegen durch die Extremadura führte, wartete mit einigen Überraschungen auf. Nur weil sich Trujillo auf der Karte gut anhörte, wollte ich dort eine Kaffeepause einlegen. Dass ich dann durch kleine verwinkelte Gassen, steile, kopfsteingepflasterte Strässschen und zwischen dicken, mittelalterliche Mauern navigiere hatte ich mir nicht vorgestellt. Der Hauptplatz war voll wegen einer Charity Veranstaltung, liess mir keinen Platz für Kaffee, dafür einige extra Fotos.

Waldumrandete Seen und steile Felsen begleiteten mich auf dem Weg nach Salamanca. Salamanca sei schön, sagte man mir. Diese Aussage reichte mir um dort eine Übernachtung einzuplanen. Der unvorbereitete Spaziergang durch die Altstadt versetzte mich daher bei jeder Ecke in neues Erstaunen. Grosse und kleine Plätze, auf denen Veranstaltungen stattfinden, oder Menschen einfach nur zum Kaffee sitzen, riesige Kirchen und Kathedralen, eindrucksvolle Universitäten und eine altrömische Brücke, die vom Alter der Stadt zeugt.

Bereits am nächsten Tag wieder im Sattel. Auf nach Portugal. Auf meiner Landkarte sind entlang der Grenze Nationalparks verzeichnet, die viele Kurven versprechen. Und tatsächlich öffnen sich auch hier Täler mit Seen und bewaldeten Regionen vor meinen Augen. Angenehm warme Temperaturen begleiten mich Richtung Westen, bis ich die Atlantikküste bei Porto erreiche. Meine Augen weiten sich, als ich buchstäblich in eine Nebelwand zufahre. Innerhalb von Sekunden wechselt gleissendes Sonnenlicht in eine milchige Finsternis. Die Temperaturen stürzen genauso schnell um etwa 10°C und lassen mich zittern. Der Grund ist eine starke Kaltfront vom Meer her, die hier an der Küste auf warme, feuchte Luft trifft, erklärt man mir später. Nichtsdestotrotz geniesse ich Porto die nächsten Tage unter strahlend blauen Himmel. Zusammen mit einer Freundin, die sich zufällig auch in Porto befindet, erkundige ich die Stadt und einige Museen.

Der Norden Portugals wartet wieder mit einigen kurvenreiche Strecken auf, die ich nach einem Kaffeestop und kurzen Gang durch Braga unter die Räder nehme. Mein Ziel aber ist  der berühmte Wallfahrtsort Santiago de Compestela. Der neblige Morgen brachte eine düstere Atmosphere in die vielbesuchte, heilige Stadt. Pilger strömen durch die Gassen, versammeln sich vor dem Hauptportal der Kathedrale und lauschen den Informationen der Touristenführer oder ruhen sich am Rand des Platzes aus, selbstverständlich immer den Wanderstab und die Jakobsmuschel dabei. Das glänzende Gold in der Kathedrale verstärkt die düsteren Atmosphere nur noch.

Raus aus dem lebenden Relikt alter Pilgertage. Vorbei an den entgegen kommenden Gruppen von Wanderer und Pilgern. Durch das Galizien, wo erfrischende Bäche durch grüne Wäldern fliessen und das Meer an die Klippen Spaniens brausen. Eine Nacht gönnte ich mir am Strand unter Surfern, genoss einen herrlichen Sonnenuntergang, und -aufgang. Dann endlich erreichte ich die Hänge der Pyrenäen. Ein Zwischenstopp in Pamplona, dessen berühmt-berüchtigtes Stiertreiben durch die Gassen in ganzer Welt für Aufsehen sorgt. Hinauf ins erst hügelige Vorgebirge der Pyrenäen, wo unzählige Kurven immer höher führen. Vorbei an steinerne Kirchen und geblümten Häuser, über Steinbrücken und unter wolkenverhangenen Bergspitzen, bis die Sonne sich dahinter verbirgt und ich eine Campingmöglichkeit finde.

Der Besuch von Lourdes Grotte war nicht explizit geplant. So nah auf meiner Strecke, konnte ich es aber dann doch nicht ignorieren. Also parkte ich meine Honda neben elektrischen Miet-Rollstühle und stattete der riesigen Kirche über der Grotte einen Besuch ab. Eine lange Einkaufsstrasse voll von Souvenirläden, Devotialien und Wasserbehältern reihten sich bis ans Eingangstor. Dahinter reihten sich weniger Menschen zum Besuch der Grotte ein als erwartet. Deshalb stellte ich mich auch hinzu, folgte der Grottenwand, die von tausenden Händen ganz glatt geschliffen war, bestaunte die kleine Quelle, die hinter Plexiglas gesichert, sprudelte und gleich in Boden verschwand. Auf dem Weg hinaus kam ich an den Zapfstellen vorbei, wo Menschen mit grossen Wasserbehälter ihr heiliges Nass abfüllten. Wenn Seelen- und körperliches Heil nur so einfach abfüllen und einnehmen liesse, dachte ich beim Vorbeigehen.

Der vorläufig letzte Abschnitt führte nach Andorra, das Einkaufsparadies in den Pyrenäen. Zollfreie Ware werden in grossen Einkaufsstrassen verkauft. Grosse Werbeplakate versperren den Blick auf die herrlichen Berge, die klein gegen den hiesigen Kapitalismus wirken. Ich selber bin dem Reiz der „duty free“-Zone erlegen und verpasste meiner Honda einen Satz neue Reifen, die sowieso fällig geworden sind. Auf frischer Gummimischung kurvte ich gemütlich dem Meer entgegen, und fand es einige Kilometer nördlich von Barcelona. Mit den Füssen im Mittelmeer schaute ich den vorbeiziehenden Wolken nach, während hinter mir die Sonne hinter den Pyrenäen verschwand.

 

Motorradtour 2018: Marokko, best of!

Marokko, immer wieder erstaunt mich das Land mit seinen landschaftlichen und kulturellen Gegensätze. Von den grünen Hügeln im Norden, über das schroffe Atlasgebirge bis in den tiefen, sandigen Süden der Sahara. Durch staubige Dörfer, in denen verschleierte Frauen und spielende Kinder auf der Strasse spielen, an üppig grünen Oasen vorbei zu den grossen Städten, in denen die Moderne und die Tradition miteinander verschmelzen.

Überall im Lande kann man herrliche Kurvenstrecke finden, die jedes Motorradfahrerherz höher schlagen lässt. So auch die Bergststrecke von Al Hoceima nach Fes. Die winkligen Altstadtgassen wirken wie ein Labyrinth, in denen ein fremder schnell die Orientierung verliert. Wieder hinaus gefunden, quere ich die mächtigen Berge des Atlas. In tiefen Tälern leuchtet das Grün von Oasen hinauf, zeigen den Weg zu Dörfern und Übernachtungsplätzen. Dann aber kommt ein grosses Nichts. Die Wüste beginnt fast unmittelbar an den Südhänge des Gebirges. Eine gute Asphaltstrasse bringt die Reisenden durch die steinige Ebene. Hin und wieder tauchen Sanddünen auf, die immer mehr und höher werden. Der starke Wind weht ungehindert über die Ebene, bringt an manchen Stellen Sand auf die Fahrbahn. Als ich unvermittelt mit etwa 100 km/h auf solch eine versandete Strasse geriet, das schwer bepackte Motorrad gerade noch schlingernd durch die Gefahrenzone brachte, nahm ich die Warnschilder auch etwas ernster. Später versuchte ich meine neue, offroad-gepriesene Honda Africa Twin Adventure Sports ohne Gepäck im Gelände zu bewegen. Und ja, sie ist trotz ihrer Grösse und Gewicht für den geübten Fahrer ein erstaunliches Endurofahrzeug. Aber eben, für den geübten Fahrer. Ich hingegen bin auf meinen Motorradreisen höchstens auf Schotter gefahren, von dem ich immer möglichst schnell wieder runter wollte. Hier aber war die Gelegenheit mich etwas mehr dem Geländefahren anzunähern. Und das brauchte ich dann auch auf dem Weg zurück in die Berge. Grosse Regenfälle liessen trockene Bergbäche zu reissenden Flüssen anschwellen, zwangen mich zu Wasserdurchfahrten und auf losen Grund, wo die Strasse teilweise weggeschwemmt wurde.

Mehr als zehn Jahre sind vergangen, seit dem ich das erste Mal marokkanischen Boden betreten habe. Aus dieser Zeit waren immer noch Kontakte erhalten, die mittlerweile zu Freunde wurden. Nirgends auf dieser Welt erfuhr ich eine so grosse und selbstlose Gastfreundschaft, wie in diesem Land. Und so wurde auch dieses mal die Wiedersehen mit Freunden zu einem Fest. Ob in Tighrir, nah der Todhra-Schlucht, in Tafroute oder in Agadir, überall wo ich auf alte Bekannte stiess, wurde ich mit offenen Armen und Herzen  empfangen. Alte Geschichten wurden aus der Erinnerung geholt und neue dazu gefügt. Es wurde Minztee getrunken und Bäuche mit Tajine und Couscous gefüllt. Und wie immer, wurde der Abschied mit dem Versprechen versüsst, sich im nächsten Jahr wieder zu sehen, Inshallah.

Neben der herrlichen Landschaften darf man einige Städte nicht ausser acht lassen. Neben dem bereits erwähnten Fes besuchte ich auch Agadir, das mir Freunde dort näher brachten. Dann folgten die Küstenstadt Essaouira und das touristische Marrakesh, das trotz allem, immer wieder tolle Photosujets zeigt. Die Wasserfälle von Ouzoud wollte ich erst auslassen, weil ich dachte, ich würde genug Wasser von den Schweizer Alpen fallen sehen. Ein Schweizer Motorradfahrer, mit dem ich zuvor in Sidi Ifni einen gemütlichen und unterhaltsamen Abend zusammen verbracht hatte, legte mir aber diese Fälle ans Herz. Überzeugt hatte mich schliesslich das Argument, dass eine tolle, kurvenreiche Strecke dahinführe. Und er hatte Recht behalten. Die Fälle an und für sich waren bereits ein Besuch wert. Die, meist einheimischen, Besucher zu beobachten war aber genauso unterhaltsam. Die jungen Männer unterzogen sich Mutproben, in dem sie über Abschrankungen kletterten und möglichst nah am Abgrund posierten, oder von mehreren Metern hohen Klippen sprangen. Die jungen Frauen, adrett in Sonntagskleidern und Schmuck behangen, lächelten nett in die Kameras ihres Auserwählten. Kinder stoben die Treppen rauf und runter, oder planschten fröhlich im natürlichen Pool.

Der letzte wirkliche Stop galt Chefchouen. Diese Stadt im Riffgebirge wurde durch ihre blau getünchten Häuser berühmt. Dementsprechend nahm auch der Tourismus hier zu. Und trotzdem ist es immer noch ein Highlight, durch die Gassen zu schlendern, an einem Teehaus den Minztee zu schlürfen oder einfach das Blau der Stadt auf sich wirken zu lassen…

Motorradtour 2018 – Marokko: Überfahrt

Mein Motorradkumpel wollte schon von Anfang an eine Kabine für die Überfahrt buchen. Ganz der Preisbewusste, entschloss ich, dass ein Pullmannsitz reichen sollte. Vor dem Einchecken checkte der Kumpel aber nochmals die Preise und ich checkte erst jetzt richtig, dass wir zwei lange Nächte auf dem Kahn verbringen werden. Das Glück war uns hold. Von 2000 möglichen Passagieren buchten deren nur etwa 300 auf diese Überfahrt. Somit bekamen wir für bescheidene 25€/person je ein Bett in einer 4er-Kabine, die nur von uns zwei belegt war. Was für ein Luxus.

Die luxuriösen Tage hatte aber die Fähre hinter sich. Vielerorts nagt der Zahn der Zeit in den Ecken und an den Kanten des Schiffes. Reparaturen scheinen nur halbherzig durchgeführt worden zu sein, oder man nimmt es einfach hin wie’s ist. Die buntgemischte Crew hingegen ist ein Lichtblick auf dem düsteren Kahn. Lachende Filipinos dürfen natürlich nicht fehlen, genau so wenig wie die Damen an der Information mit künstlich aufgesetzten Lächeln. Echt war hingegen das Lächeln von Albaner, denen ich berichten durfte, wie sehr ich ihr Land in Erinnerung habe, oder das aufrichtige Lachen der ägyptisch-italienisch stämmigen Dame an der Kasse, als ich erwähnte, das Kairo vermutlich den schlimmsten Strassenverkehr der Welt hätte. Der italienische Barista hingegen sollte wieder mal auf Heimaturlaub geschickt werden, wo er die Kunst echten Cappuccino und Macchiato zu produzieren lernen würde. Den kleinen, starken Schwarzen brachte er dann aber ganz ordentlich hin, und bei dem blieb ich dann auch.

Unsere Mopeds waren in der Zeit gut im Schiffsrumpf verstaut. Nur ein paar wenige Minuten, als die Fähre doch etwas mehr schlingerte, zweifelte ich kurz an das alte Seil, an dem meine Honda mehr notdürftig fest gemacht war. Dann aber schwenkten die Gedanken wieder zum nächsten Essen rüber, oder an ein Bier an der Reling, von wo aus das weite Meer den Duft der Freiheit rüber wehen liess. 

Motorradtour 2018 – Marokko: Anfahrt!

Nach Wochen und Monate eines heissen Sommers, wurde just an unserem Abfahrtstag Kälte und Regen angesagt. Immerhin gab uns der Bericht ein Zeitfenster durch das ich trocken hindurch wollte. Dass hiess hingegen, bis um Mittag durch die Schweiz und über die Alpen bis Genf durchgeschlängelt zu haben. Also rauf auf den Motorradsattel und hoch die Bergstrassen.

Nebel verdeckte die Sicht ins Tal, tat dem Kurvenspass  aber keinen Abbruch. Sofern man auch Kurven mag. Mein Motorradkumpel präferiert lange Gerade zum cruisen, und möglichst keine störende Autos zum überholen. Die Alpen bedeuten für den Nordmenschen also eine gewisse Herausforderung, die mit einem Passfoto -der anderen Art- belohnt wurde.

In Andermatt dann eine Kaffeepause. Nebst Wlan, um erste Angeberfotos vom Trip in die Social Medias zu posten, begann die reizende Chefin des Cafés eine soziale Interaktion des realen Lebens: ein Gespräch. So wurden aus geplanten 15 Minuten schnell mal ne gute Dreiviertelstunde.

Nervös schielte ich immer wieder abwechselnd auf die Uhr und in Himmel. Den angekündigten Regen am Genfersee schienen wir schlichtweg verpasst zu haben. Haben also die Kaffeepausen und Verspätungen auch was gutes gehabt. Somit konnten wir dann trocken auf die französische Autobahn wechseln. Bis Avignon mussten wir nun nur noch der Autobahn folgen, einige Schranken mittels Euromünzen überwinden und vor Einbruch der Dunkelheit ans gebuchte Billighotel finden. So dachte ich. Leider brauchten wir auch auf der Autobahn länger als gedacht. War’s ein Kaffeestopp zu viel, ein nicht optimales Nachtankmanagement oder hätten wir einfach einen kleinen Zacken schneller fahren sollen, Jedenfalls wurde es dunkel und das falsch eingestellte Licht meines Kumpels blendete noch mehr als am Tag. Es scheint, dies lässt sich an diesem Motorrad nur elektronisch verstellen. Wie und wo, war aber dem Besitzer, der die Triumph erst kurz vor der Reise gekauft hatte, auch nicht bekannt. Sein Navi streikte ebenfalls. So musste ich wohl oder übel in die Nacht vorfahren, konnte immerhin meinen Kumpel stets im Rückspiegel durch sein Licht erkennen. Blind wie ein stummer Maulwurf tastete ich mich Strasse an Strasse ans Hotel heran, bis das gelbe Schild mir den Weg leuchtete.

Der Lohn der frühen Anreise war aber dann die Besichtigung des spätsommerlichen Papststadt Avignon, mit der berühmten halben Brücke über die Rhone. Ein Kaffee mit Croissant durfte dabei nicht fehlen. Ähnliches wiederholte sich an der Hafensatdt Sète, wo wir geduldig im Café Oscar auf das ankommen der Fähre warteten und das Treiben auf der Strassen und den Kanälen beobachteten.

Back in Africa!

Als Wiedereinstig in Ostafrika bekam ich die Gelegenheit ein Event für Touranbieter in Arusha/Tansania zu besuchen und zu fotografieren. Im Vorfeld war das Management des ‚Culture Art Centre‘ optimistisch, dass die meisten der 120 angeschriebenen Safariunternehmer der Einladung folgen werden. Dementsprechend wurde auch das reichhaltige Catering vorbereitet. Während die Fleischspiesse auf dem Grill brutzelten und die Musiker ihre Trommel am Feuer aufwärmten, machte ich einen Rundgang. Das Dach der Haupthalle mit der grossen Bühne wurde einem Masai-Schild nachempfunden, erklärte mir der Manager. Das Gebäude daneben beinhaltet neben Büroräumen auch eine Ausstellungshalle und Souvenirshop und gleicht einer riesigen Trommel. Versteckt im Busch steht ein kleines Dorf mit Lehm-/Strohhütten, die ein Teil eines entstehenden Freilichtmuseums bilden.

Die ersten Tour Operators fanden sich ein. Viel mehr wurden es auch nicht mehr. Trotzdem wurde das Programm durchgezogen. Nach einer kurzen Begrüssung begann der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung. Eine gut geschulte, professionelle Tanz- und Musikgruppe marschierte auf die Bühne. Tänze und Musik aus verschiedenen Regionen Tansanias wurden vorgeführt. Unter anderem die berühmten Luftsprünge der Masai, Trommelwirbel aus der Küstengegend oder Gesang von den Morogoro Berge. Ein rundes Programm mit Künstler der hiesigen Universität.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #63: Heimfahrt

Fast 10’000 Kilometer durch 24 Länder in 9 Wochen trug mich meine altgediente Honda Varadero. Die lange Heimfahrt über gute italienische Autobahn, liess mir Zeit, die Reise nochmals in Gedanken Revue passieren zu lassen. Ob Alpenkurven oder weite Geraden in der Walachei, gute Teerstrassen in Moldawien oder Schotter in der Ukraine, die Honda trug ihre Last duldsam und zuverlässig. Viele Momente und Begegnungen teilten wir unterwegs, und sie fand viel Begeisterung und Aufmerksamkeit bei anderen Menschen. Darum sollte der letzte Post dieser langen Reise auch nochmals einigen Momente meiner Honda Varadero gewidmet sein.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #62: San Marino

Zum Abschluss meiner Motorradtour nochmals ein sprichwörtliches Highlight. Auf dem dreigipfeligen Berg Titano und steht die mittelalterliche Stadt San Marino, Hauptstadt der gleichnamigen Republik. Während an der adriatischen Küste noch Nebel über den leeren Strand zieht, erheben sich hier die Türme der Sonne entgegen. Der Ausblick über die steilen Felswände ins umliegende Land ist grandios. Die engen Gassen beherbergen viele Cafés, Restaurants und Souvenirläden, um die Touristen zufrieden zu stellen. Mich zieht’s zu den Zinnen der Burgen, die erstaunlich wenig besucht sind. Wie ein Schleier des Vergessens verbirgt der Nebel die Küste von Rimini, das Adriatische Meer, den Balkan dahinter und die ganze osteuropäische Landmasse, die ich bereist hatte. Nach 9 Wochen und 10’000 Kilometer ist San Marino das 24. Land meiner Motorradtour. Ein kühler Wind aus dem Norden erinnert mich, dass es Zeit wäre, die Heimfahrt anzutreten.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #61: Rimini / Italien

Italien. Erst mal einen richtigen Cappuccino trinken. Ich muss zugeben, ich wusste nichts von Rimini, ausser, dass es schöne Strände geben soll. Die Altstadt überraschte mich dann mit grossen Stadttoren, römischen Ruinen und mittelalterlichen Bauten. Die Plätze und Cafés waren voll von Menschen, die das schöne Herbstwetter genossen. Die Betriebe an den Stränden hingegen fielen bereits in Winterschlaf. Ein kalter Wind wehte über den Sand den wenigen Spaziergänger entgegen. Die meisten Restaurants hatten geschlossen, verweigerten mir Schutz vor dem Wind. Dann aber fand ich doch noch eine Gaststätte, die mich mit typisch italienischen Speisen und Getränke versorgte: Pizza und Wein.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #60: Ljubljana / Slowenien

Früh überquerte ich die Grenze von Kroatien nach Slowenien, wurde dann aber gleich von der Polizei angehalten. Vor strenge Geschwindigkeitskontrollen wurde ich gewarnt, erwartete dies aber nicht innerhalb der ersten Kilometern nach der Grenze. Den Gasgriff betätigte ich darauf etwas sachter, schaffte es aber gerade noch für einen geführten Stadtrundgang durch Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien. Dabei lernte ich einiges über Geschichte, Architektur und den Drachen, der im Schlossberg hausen solle. Ihm wurde nicht nur eine Brücke gewidmet, sondern er ist auch in der Flagge der Stadt verewigt.

Auf der Suche nach dem Drachen, und anderen geheimnissen der Stadt, machte ich mich auf den Schlossberg, erkundete die Gassen der Stadt, schlich mich in die Kathedrale und naschte am Markt. Und natürlich durfte ein Kaffee mit Blick zum Schloss nicht fehlen.

 

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #59: Plitvicka Seen, wo bereits Winnetou schwamm

Einem Tipp folgend fuhr ich ins Landesinnern. Und wieder folgte mir die Sonne zu einem bezaubernden Ort, dem Plitvicka Nationalpark. Die Wälder und Seen der Gegend bildeten in den 1960er Jahren die Kulissen von Winnetou Filmen. Der Reiz der Landschaft zeigte sich im Herbstkleid der Natur und im strahlenden Sonnenschein noch stärker als erwartet. Klares Wasser fliesst in mehreren Kaskaden in saubere, dunkelblaue Seen, umrahmt von goldenen Wälder. Mehrere Stunden wanderte ich auf gut ausgebauten Pfaden von See zu See und von Flüssen zu Wasserfällen.