OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #57: Split, zurück an die Küste

Einmal führte mich mein Weg durch bunte Herbstwälder. Vom bosnischen Sarajevo zurück an die kroatische Küste. Auf dem Weg dorthin ein Kaffeestopp in Travnik, wo mir mit dem traditionellen Kaffee auch gleich eine Zigarette serviert wurde. Ich liess sie liegen und fuhr weiter an die Küste nach Split.

Die Wärme geniessend zog ich durch die Gassen der Altstadt und sammelte weiter Eindrücke alter Zeiten, atmete tief eine Brise Meeresluft ein und sah der Sonne zu, wie sie sich hinterm Horizont verkroch.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #50: Lake Ohrid / Mazedonien

Durch herbstlichen Wald führt eine wenig befahrene Strasse, die das Herz eines Bikers höher schlagen lässt. Kurve um Kurve einem Fluss entlang, prächtige Farben von bewaldeten Bergen und ab und zu ein kleines schmuckes Dorf. Dann wechseln die Farben vom kräftigem Rot und Gelb in ein tiefes Blau. Der Lake Ohrid erscheint.

Das alte Städtchen Ohrid ist als UNESCO Weltkulturerbe geschützt. Der gleichnamige See bildet eine herrliche Kulisse für all die altrömischen Ruinen, Mosaiken, der mittelalterlichen Burg und den vielen Moscheen und orthodoxen Kirchen. Die berühmteste ist wohl die des Heiligen Johannes von Kaneo, etwas ausserhalb der Stadt. Sie liegt direkt über dem See und wegen ihrer pittoresken Lage gern besucht. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist frühmorgens. Ein schmaler Gehweg führt dahin, und mit etwas Glück fängt man gerade die ersten Sonnenstrahlen über der Stadt auf.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #40: Eine Bergfestung in Bulgarien

Von der weiten Ebenen der Walachei überquerte ich die Donau und betrete, bzw. befahre, das 13. Land auf meiner Osteuropa-Tour. Bulgarien. Anstatt der gemächlich fliessenden Donau flussaufwärts zu folgen, beschloss ich einen Umweg in die Berge zu machen. Dort klebt am Hang der kleine Ort Veliko Tarnovo, dessen wechselreiche Geschichte bis zur Römerzeit zurück reicht. Das mittelalterliche anmutende Zentrum am Berg wird von einem idyllischen Fluss umschlossen. Auf der Spitze thront ein Burgareal mit mächtigen Mauern. Ich parkte kurz davor, beschloss aber dann doch, lieber die Pause bei einem Kaffee mit Ausblick zu nutzen. Der Cappuccino des „Panorama Restaurant“  schmeckte scheusslich. Aber man kann ja nicht alles im Leben haben, dachte ich und wendete mich dem wahrlich erhebenden Ausblick über den Ort und das Tal zu.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #24: Kiev; Höhlenkloster, Parkanlagen und mobiler Kaffeewagen.

Kiev hat, wie viele andere historische Städte, hunderte von Kirchen und Kathedralen. Diese eine aber, wieder eine UNESCO-gschützte, versprach nochmals etwas Besonderes zu beherbergen. Nicht umsonst wird dieses Kloster Kiewer Höhlenkloster genannt. In den Felswänden zum Fluss Dnepr hin siedelten Mönche in Höhlen an. Später wurden Kapellen und Kathedrale etc darum herum gebaut. Auch ein Glockenturm gibt’s wieder zu besteigen. Dieses ganze Treppensteigen ersetzt jegliches Fitnessprogramm. Der Blick über die Dnepr und Stadt ist aber von hier besonders lohnenswert.

Vom sonnigen Glockenturm in die dunklen Höhlen der Mönche. Fotografieren ist dort verboten. Aber das Licht und die engen Gänge würden es sowieso nicht zulassen. Nur Kerzenlicht erhellen einige Ausbuchtungen in den Gängen. Vielerorts liegen Särge und Schreine. Ein kleiner Altar flackert goldig im Kerzenlicht. Wären nicht so viele Geistliche und Besucher, es wäre beinahe unheimlich dort.

Gemütlich folge ich daraufhin dem Fluss. Parks reihen sich hier aneinander, versehen mit Statuen, Mahnmalen und Monumenten. Stadtleute kommen um Sonne zu tanken, sich gegenseitig zu fotografieren oder Händchen zu halten. Da kommt ein geschäftstüchtiger Kaffe-Van gerade recht. Wie in so vielen Quartieren der Stadt, kam auch hier ein umgebauter Kaffeewagen angerollt. Eine clevere Geschäftsidee, die ich natürlich unterstützen musste.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #19: Zu Fuss unterwegs

Wandern kann man das wahrscheinlich nicht nennen, aber ich wollte zumindest einen grösseren Spaziergang ins zwei Kilometer entfernt Dorf machen. Eine wackelige Hängebrücke bot sich an, einen Umweg via der anderen Flussseite zu machen. So stapfte ich mit meinen Sportschuhen, die eigentlich für Stadtrundgänge gedacht waren, durch die Felder und kurze Waldabschnitte. Vielerorts war der Boden morastig aufgeweicht, wo schweflige Quellen aus dem Boden rinnen. Hinweisschilder in Kyrillischer Schrift machen auf irgendwas aufmerksam. Vielleicht über die Geschichte, der nahen Tunnels, die während des Krieges gebuddelt wurden. Vielleicht aber auch ein Warnschild oder einfach ein Gruss an allfällige Wanderer.

Ich folgte dem Fluss. Einzelne Pferde weiden frei auf der saftigen Wiese, während andere sich in Koppeln sammeln. Als der waldige Berg bis zum Flussufer kommt ist Schluss. Entweder den Wald hochkraxeln oder durch den Fluss waten. Ich entschied mich für letzteres.

Die eiskalten Füsse steckte ich drüben wieder in Socken. Nun ist’s nicht mehr weit bis zum Dorf Kolochava. Die ersten Bewohner, vier Männer in unterschiedlichem Alter, sitzen auf Holzbrettern am Fluss und trinken Bier. Sie verstummen als ich näher kam und beäugen mich. Ich grüsse. Fast scheu grüssen sie zurück. Im Dorf begegne ich dieselbe Zurückhaltung. Entweder man geht mit starren Blick geradeaus an mir vorbei, oder ich ernte skeptische Blicke. Dabei sollten sich die Einwohner Touristen gewohnt sein. Viele Tschechen, Polen und Rumäne, aber auch Deutsche verirren sich gerne in dieses schöne Wandergebiet. Ich trinke Kaffee auf dem Dorfplatz und lasse das beschauliche Leben auf mich einwirken. Später finde ich ein Restaurant, in dem mich die Deutschlehrerin über die Geschichte der Gegend informiert und mir sogar Touren anbietet. Leider habe dazu keine Zeit, erwidere ich, zu eng ist mein Zeitplan gesteckt. Immerhin reicht die Zeit und das Tageslicht vor meiner Unterkunft noch, um einige Seiten zu lesen.

OST-EUROPA-MOTORRADTOUR #13: Das Szechenyi Thermalbad in Budapest

Die Wahl war brutal einfach: Entweder auf dem Motorrad nass werden oder im warmen Nass in einem der berühmten Thermalbäder planschen. Ich suchte mir das Szechenyi Thermalbad aus. Schon der Name wirkt authentisch. Am Empfang bekam ich ein Magnetarmband und, für einen kleinen Aufpreis, eine winzige Privatkabine zugeteilt. Sofort eilte ich zum ersten Pool. Wohlige Wärme umschloss mich, liess mich in Tagträume sinken. Um nicht ganz tatenlos zu sein wollte ich ins nächste Becken wechseln, das Schwimmbecken. Dort wurde mir aber der Zugang verweigert. Nur mit Badekappen, wie ein Schild und der Bademeister streng darauf hinwiesen. Während Hunderte von Badegäste in der restlichen Badeanlage ihre Haare wild dem Wasser preisgeben durften, sogar, gegen das beschilderte Verbot, ihre Biergläser und Drinks ins Wasser nahmen, wurde im Schwimmbecken strikt auf Kopfhygiene geachtet. Kopfschüttelnd schlenderte ich in den Innenbereich, tauchte mal in das kühlere, dann wieder ins warme Becken. Unter Kuppeln dösend oder zwischen Säulen treibend vergeht die Zeit. Auch Sauna und Dampfbäder fehlten nicht. Bei dem sonntäglichen Andrang wirkten diese aber eher einem Bienenstock. Gruppen von jungen Touristen, vor allem aus England, wurden ihrem Ruf gerecht. Johlend traten die Neulinge in die Sauna, keuchten nach wenigen Minuten ob der Hitze und tauchten prustend ins Kaltwasserbecken. Ich traf sie dann wieder in den Aussenbäder, wo die Partygeneration von den wenigen Einheimischen konsternierte Blicke ernteten. Ich lehnte mich in einer ruhigen Ecke zurück bis die Dunkelheit über die Bäder hereinbrach. Für eine Weile noch genoss ich das besondere Abendlicht, das sich mit dem altgelbem Licht der Badeanstalt mischt, bevor ich, warm und wohlig, den Weg in mein Camp antrat.

The Source Of River Nile

I felt the privilege to camp on a grassy site overlooking the River Nile. One site called „The Haven“ became easily a base of tranquility and peace, inviting me to stop by for awhile and do nothing than watch the river flow, the eagles fly and fishermen boats float. It was both, inspiring and meditative. The village nearby couldn’t offer much but laughters and friendly talks when i got to the only little shop around. It was actually just a shack with a weird calendar showing the Ugandian president in truly Rambo style. The ‚roll-eggs‘ they made was delicious, though.

Another camp i found was just above the spot where the Lake Victoria giving birth to the River Nile. A humble monument shows the place where the first European, a certain Mr. John Hanning Speke, spotted the source of the river on 28th July 1862.

Murchison Safari Camp

Crossing the Victoria Nile over a bridge with the view of Karuma Falls, i got to the north of Uganda now. I noticed a Camp, just at the northern gate of Murchison Falls Nationalpark, where wildlife seems to cross. At that remote and quite camp is a waterhole. The manager, a young, smart lady, confirmed sometimes elephants, giraffes and more wildlife are to observe here. Despite my patience to watch out for them, the recently rain didn’t gave them the urge to come to the waterhole. Instead big animals i found big spiders, cats, chicken …and then yes, some antelopes came shyly closer. However, some relaxed days in peaceful nature.

Murchison Falls National Park

The tremendous costs to visit the Murchison Falls National Park on my own was doubting me to visit the park. But then i got the offer to take a local car with driver to enter the park cheaper. At least to have a glimpse on the spot where Ernest Hemingway crashed with his plane, survived and got picked up by a tourist boat. To be close where Audrey Hepburn was staying and acting for the „African Queen“. Seeing the ruins of one of the residences of Idi Amin, the cruel dictator of prior days. But yes, also the wildlife, although i kept my expectations low. And there is still the waterfalls, after which the park is named.

Driving trough a huge, dense forest with big families of baboons and monkeys, we heading towards the Victoria Nile. Many colorful kingfisher birds flying off when we passed by. A ferry brings us to the other side with different landscape. A savannah with high dry grass. Buffalos glancing at us, antelopes grazing, hippos chilling in the Nile while socks and other birds stalking in the water. Many animals just given birth and keep their babies closely. On the way back we stopped by the great falls. Tons of water squeezed in a narrow valley, fall over several cliffs with big spray and get quite again on the way to Lake Albert. At end of the day, i have to admit it was worth the visit.

Kasenda Crater Lakes

The landscape around Kasenda is scattered with old craters. Many of them filled with water. Some are hidden behind thick bushes and forests, other ones open with fields to their shore. Hiking and traveling around the area gives new stunning views almost behind every corner.