Greece – Arrival In Igoumenitsa

Greece. Since my brief visit in 2017 i knew i’m coming back. Due the pandemic it was difficult to make any travel plans. However, i just went off, needed a break, needed to get a glimpse beyond the horizon again.

The last working shifts was planned as nightshifts. That’s how the idea came up to travel by night since i’m in that rythm anyway. On lonely Swiss and Italian highways i covered dark 800 kilometers trough the short night. Coffee along the roads kept me awake and focused as the distance was melting with the rising sun.

Ancona was awaiting with the “Superfast” Ferry. All went smoothly. I just wished the floor i lied down was smoother too. Another night with almost no sleep was ahead me.

To my surprise Igoumenitsa wasn’t as bad as expected. A nearby campsite right at the sea offered a lovely place to camp. And in the small city of Igoumenitsa wasn’t crowded with tourists, but i found everything i was asking for. Some nice little coffee shops, few supermarkets and a shop selling me a SIM card to stay online on my trip. Not a bad start.

Islands of Malta & Gozo Photo Impressions

Just another #throwback from 2019. I spent two weeks on the beautiful islands of Malta and Gozo and was stunned about landscape and surprised with the hospitality of the people. Another destination i priomised myself to go back!

Morgens im Krugerpark

Leise brummend rollt der Landrover über die gute Strasse im Krugerpark gen Süden. Mein Blick heftet sich am heller werdenden Horizont während meine müde Gedanken dahin schweifen. Ob es sich wirklich lohnt morgens um 4 Uhr aufzustehen, um noch vor dem Sonnenaufgang auf Pirsch zu gehen? Der kühle Morgen soll ja die beste Zeit sein, um Raubtiere aktiv zu sehen. Zumindest ist dieser Morgen sehr ruhig und ich bin in den 20 Minuten Fahrt noch keinem anderem Fahrzeug begegnet.

Die Silhouette weckt mich aus meinen Morgengedanken. der charakteristische, sehnige Körper mit langem Schwanz lässt sofort den Geparden erkennen. Im Gegenlicht bewegt er sich erhaben auf eine steinerne Mauer zu und setzt sich darauf. Gelassen beäugt er mich, bevor er sich die Gegend anschaut und dann im hohen Gras verschwindet.

Für heute hat sich das frühe Aufstehen also gelohnt. Und es blieb nicht beim einzigen Highlight. So beobachtete ich später noch ein Rudel Wildhunde, junge, spielende Hyänen und kämpfende Impalas, neben Elefanten, Krokodile und Flusspferde. Ganz unerwartet tauchte dann mittags sogar ein Leopard neben der Strasse auf und rundete so eine Fotopirschfahrt ab.

Zurück in Afrika…

Wie schlafend steht mein Landrover in der Ecke neben dem Farmhaus. Und da möchte er auch gern weiterschlafen. Die ersten Erweckungsversuche misslingen. Dank meinen Freunden auf der Farm ist schnell eine neue Batterie besorgt und dem Reisefahrzeug neues Leben eingehaucht.

Bevor’s aber richtig losgeht werde ich von meinen Freunden für’s Wochenende auf ihre ‚game farm‘ eingeladen. Sie erwarben diese privaten Wildtierpark etwa ein Jahr zuvor und nutzen ihn für ihre grosse Familie und Freunden. So kam ich ihn Genuss mit einigen Familienmitglieder und Freunde einige Tage dort zu verbringen. Mit einem aufmunterndem Lächeln wurde mir sogar der Schlüssel für das Safariauto gereicht. Natürlich konnte ich dem Angebot nicht widerstehen und führte die Gesellschaft durch den Busch auf der Suche nach wilden Tiere…

Loyangalani

Das trockene, verstaubte Dorf hat ausser dem Turkanasee nicht wirklich was zu bieten. Nach Loyangalani reist man nicht um imposante Bauten zu sehen oder grosse, kulturelle Anlässe zu besuchen. Nicht einmal atemberaubende Landschaften bietet die karge Wüstenlandschaft. Nach Loyangalani fährt man nur hin, um einfach mal hier gewesen zu sein, der einsamen und „gefährlichen“ Wüstenroute getrotzt zu haben und sich selber als Abenteurer zu feiern.

Und wie immer, wenn sonst alle touristischen Highlights abgeklappert sind, oder eben gänzlich fehlen, rücken die Menschen in den Vordergrund. Es sind die Bewohner einer Stadt oder Gegend, die dem Ort die Seele geben und den Charakter formen. Erinnerungen an jeden Ort sind verknüpft mit den Begegnungen ihrer Bewohner. Werden wir gut und freundlich aufgenommen, so bleibt dieser Flecken Erde auch positiv in unserem Gedächtnis haften. Werden wir aber abgewiesen oder gar feindlich behandelt, dann kommt dieser bittere Geschmack immer wieder aufs neue hoch, wenn wir nur den Namen der Region hören.

Auf der anderen Seite müssen Bewohner auch die Besucher dulden. Fremde und fremdartige Menschen, die mal mehr, mal weniger Respekt vor der hiesigen Kultur und Sitte zeigen. Wortkarge Selfie-Abenteurer, verbissene Souvenirjäger oder respektlose Eindringlinge lassen die Scheu und Skepsis in der Bevölkerung wachsen. Dann aber auch wieder gutmütige Gäste, die Geschenke bringen, oder interessierte Investoren für Entwicklungs- oder Tourismusprojekte, die Hoffnung in abgelegene Dörfer bringen.

Auf einem Spaziergang durch einen Ort wie Loyangalani werden mir all diese Widersprüche bewusst. Misstrauen muss mit einem Lächeln begegnet, Ablehnung mit Respekt gekontert werden. Skepsis schwindet wenn man offenes Interesse zeigt und Neues lernt man durch echtes Zuhören. So erfahren Michael und ich viel aus dem Dorfleben hier, lernen wie eine Hütte gebaut und wie einfaches Werkzeug hergestellt wird. Die erst scheuen Menschen gewinnen Vertrauen, zeigen dann nicht ohne Stolz ihr Handwerk, die einfachen Hütten oder wie gut sie tanzen. Das Schönste aber ist immer, wenn man sich mit einem herzlichen Lachen verabschiedet und dem guten Gefühl wiederkommen zu wollen.

Loyangalani am Turkanasee

Heiss, trocken und staubig, das ist Loyangalani am Turkanasee. Ein Bad im See spendet zwar etwas Erfrischung, doch das Wüstenklima erfasst einem wieder sobald man am Ufer steht. Immerhin gibt es Quellen, in deren Nähe der Ort gegründet wurde. Auch unser Camp liegt an einer dieser kleinen Quellen. Das Wasser reicht aus um einige Schatten spendende Palmen hervorzubringen. Es lockt aber auch immer mehr Leute heran, die der kargen Landschaft nichts mehr abtrotzen können und in unsäglicher Armut leben. So wächst Loyangalani und droht die wenigen Ressourcen mit zu vielen Menschen teilen zu müssen.

Trotz Mittagshitze schlendern Michael und ich durch die staubigen Strassen. Hie und da kommen wir in ein Gespräch, machen Fotos und versuchen mehr über das Leben hier zu erfahren. Eine italienische Nonne erzählt uns über das ärmliche Leben hier, über die vielen Kinder, die trotz örtlicher Schule kaum Zukunftsperspektiven haben. So vertrauen sie alle, dass eine göttliche Fügung die ersehnte Wendung in diese Wüstengegend bringt. Bis diese aber kommt sinnieren Michael und ich über die sinnvolle Nutzung der Quellen. Unsere europäische Denkweise stört sich an Verschwendung des Wassers, das oft ineffizient genutzt wird und irgendwo über die Strasse läuft, um dort im sandigen Graben zu versickern.

Touristen gibt es in dieser abgelegenen Region weniger. Einige verirren sich trotzdem dahin. Nicht zuletzt wegen Wolfgang, der hier vor etwa 40 Jahren als erster ein Resort aufgebaut hat. Aus dem Geschäft hat er sich zurückgezogen, hiess es. Eine Legende ist er geblieben. Michael, mein Reisebegleiter, und ich fanden Wolfgang bei einem Bier in einer Bar. Mit einer Kippe in der Hand starrt er in den Fernseher über der Bar. Das Fussballspiel interessiert ihn offensichtlich mehr als wir Neuankömmlinge. Mein redseliger Reisegefährte löchert ihn mit Fragen und erzählt ihm von seinem Leben und Plänen als Missionar in Kenia. Wolfgang zeichnet ein müdes Lächeln auf sein eingefallenes, tief gefurchtes Gesicht. Ihn interessiert es nicht, denke ich für mich. Er sieht aus wie ein Mensch der mit dem Leben abgeschlossen hat. Die Geschichten anderer berühren ihn nicht mehr, und die eigene Geschichte ist abgelebt. Sein hagerer Körper fragt nur noch nach etwas Maisbrei mit Fleischstückchen, einem Bier und Zigaretten. Der müde Geist gibt sich mit dem Fernsehprogramm in der Bar zufrieden, und vielleicht flackern einige erinnerungswürdige Momente vor seinem inneren Auge auf.

Beach Life, just chilling!

Nach der Zeit in der staubigen Maasai Steppe und dem quirligen Leben vom touristischen Arusha sehne ich mich nach einem ruhigen Strand. Ich fand ihn in der Nähe von Tanga. Ein Camp in der Zwischensaison verspricht Ruhe und Abgeschiedenheit. Mein Landy durfte ich direkt am Strand unter Schatten spendenden Bäume stellen. Strom bekam ich von einem nahen Unterstand und hatte somit meinen Kühlschrank versorgt. Nun folgt nur noch ein kurzes. erfrischendes Bad im Meer und dann in den bequemen Stuhl mit einem Buch in der einen, einem Getränk in der anderen Hand. Relaxing pur.

Das Personal der Lodge, zu dem dieser Camping gehört, lässt mir meine Ruhe. Nur das Wachpersonal hält sich in meiner Nähe auf. Neugierig beäugen sie jeden Schritt und jede Bewegung, die ich mache. Im Schatten sitzend sprechen sie untereinander in ihrer gutturaler Sprache. Englisch sprechen sie nur gebrochen, trotzdem versuche ich einiges aus ihrem Leben zu erfahren. Ob es an der Sprachbarriere liegt oder an ihrer Schüchternheit mag ich nicht richtig zu beurteilen, aber viel mehr als ein freundliches Lachen bringen sie mir nicht entgegen. Daher gehe ich zur Abwechslung an die leere Strandbar und halte einen Schwatz mit der Managerin aus Südafrika, die sich ebenfalls hier aufhält. Sie alle geniessen die ruhige Zeit, bevor wieder mehr Touristen sich in dieses paradiesisches Fleckchen verirren. Auch ich gehe zurück zu meinem ruhigen  Strandstuhl, beobachte die vorbeiziehenden Dau mit ihren dreieckigen Segeln oder Strandkrabben beim Höhlenbau. Dann versinken meine Gedanken wieder in mein Buch und meine nackten Füsse in den Sand.

Motorradtour 2018 – Marokko: Überfahrt

Mein Motorradkumpel wollte schon von Anfang an eine Kabine für die Überfahrt buchen. Ganz der Preisbewusste, entschloss ich, dass ein Pullmannsitz reichen sollte. Vor dem Einchecken checkte der Kumpel aber nochmals die Preise und ich checkte erst jetzt richtig, dass wir zwei lange Nächte auf dem Kahn verbringen werden. Das Glück war uns hold. Von 2000 möglichen Passagieren buchten deren nur etwa 300 auf diese Überfahrt. Somit bekamen wir für bescheidene 25€/person je ein Bett in einer 4er-Kabine, die nur von uns zwei belegt war. Was für ein Luxus.

Die luxuriösen Tage hatte aber die Fähre hinter sich. Vielerorts nagt der Zahn der Zeit in den Ecken und an den Kanten des Schiffes. Reparaturen scheinen nur halbherzig durchgeführt worden zu sein, oder man nimmt es einfach hin wie’s ist. Die buntgemischte Crew hingegen ist ein Lichtblick auf dem düsteren Kahn. Lachende Filipinos dürfen natürlich nicht fehlen, genau so wenig wie die Damen an der Information mit künstlich aufgesetzten Lächeln. Echt war hingegen das Lächeln von Albaner, denen ich berichten durfte, wie sehr ich ihr Land in Erinnerung habe, oder das aufrichtige Lachen der ägyptisch-italienisch stämmigen Dame an der Kasse, als ich erwähnte, das Kairo vermutlich den schlimmsten Strassenverkehr der Welt hätte. Der italienische Barista hingegen sollte wieder mal auf Heimaturlaub geschickt werden, wo er die Kunst echten Cappuccino und Macchiato zu produzieren lernen würde. Den kleinen, starken Schwarzen brachte er dann aber ganz ordentlich hin, und bei dem blieb ich dann auch.

Unsere Mopeds waren in der Zeit gut im Schiffsrumpf verstaut. Nur ein paar wenige Minuten, als die Fähre doch etwas mehr schlingerte, zweifelte ich kurz an das alte Seil, an dem meine Honda mehr notdürftig fest gemacht war. Dann aber schwenkten die Gedanken wieder zum nächsten Essen rüber, oder an ein Bier an der Reling, von wo aus das weite Meer den Duft der Freiheit rüber wehen liess. 

Motorradtour 2018 – Marokko: Anfahrt!

Nach Wochen und Monate eines heissen Sommers, wurde just an unserem Abfahrtstag Kälte und Regen angesagt. Immerhin gab uns der Bericht ein Zeitfenster durch das ich trocken hindurch wollte. Dass hiess hingegen, bis um Mittag durch die Schweiz und über die Alpen bis Genf durchgeschlängelt zu haben. Also rauf auf den Motorradsattel und hoch die Bergstrassen.

Nebel verdeckte die Sicht ins Tal, tat dem Kurvenspass  aber keinen Abbruch. Sofern man auch Kurven mag. Mein Motorradkumpel präferiert lange Gerade zum cruisen, und möglichst keine störende Autos zum überholen. Die Alpen bedeuten für den Nordmenschen also eine gewisse Herausforderung, die mit einem Passfoto -der anderen Art- belohnt wurde.

In Andermatt dann eine Kaffeepause. Nebst Wlan, um erste Angeberfotos vom Trip in die Social Medias zu posten, begann die reizende Chefin des Cafés eine soziale Interaktion des realen Lebens: ein Gespräch. So wurden aus geplanten 15 Minuten schnell mal ne gute Dreiviertelstunde.

Nervös schielte ich immer wieder abwechselnd auf die Uhr und in Himmel. Den angekündigten Regen am Genfersee schienen wir schlichtweg verpasst zu haben. Haben also die Kaffeepausen und Verspätungen auch was gutes gehabt. Somit konnten wir dann trocken auf die französische Autobahn wechseln. Bis Avignon mussten wir nun nur noch der Autobahn folgen, einige Schranken mittels Euromünzen überwinden und vor Einbruch der Dunkelheit ans gebuchte Billighotel finden. So dachte ich. Leider brauchten wir auch auf der Autobahn länger als gedacht. War’s ein Kaffeestopp zu viel, ein nicht optimales Nachtankmanagement oder hätten wir einfach einen kleinen Zacken schneller fahren sollen, Jedenfalls wurde es dunkel und das falsch eingestellte Licht meines Kumpels blendete noch mehr als am Tag. Es scheint, dies lässt sich an diesem Motorrad nur elektronisch verstellen. Wie und wo, war aber dem Besitzer, der die Triumph erst kurz vor der Reise gekauft hatte, auch nicht bekannt. Sein Navi streikte ebenfalls. So musste ich wohl oder übel in die Nacht vorfahren, konnte immerhin meinen Kumpel stets im Rückspiegel durch sein Licht erkennen. Blind wie ein stummer Maulwurf tastete ich mich Strasse an Strasse ans Hotel heran, bis das gelbe Schild mir den Weg leuchtete.

Der Lohn der frühen Anreise war aber dann die Besichtigung des spätsommerlichen Papststadt Avignon, mit der berühmten halben Brücke über die Rhone. Ein Kaffee mit Croissant durfte dabei nicht fehlen. Ähnliches wiederholte sich an der Hafensatdt Sète, wo wir geduldig im Café Oscar auf das ankommen der Fähre warteten und das Treiben auf der Strassen und den Kanälen beobachteten.